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Haus Raiss_Portal

Kreisstadt Groß-Gerau

Am Marktplatz 1
64521 Groß-Gerau

Telefon:06152 - 71 6-0
Fax:06152 - 71 63 09
E-Mail:kreisstadt@gross-gerau.de

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Haus Raiss

Das Haus Raiss ist ein beliebter Treffpunkt für ältere Menschen und gleichzeitig der Sitz der Städtischen Seniorenarbeit Groß-Gerau. Im Erdgeschoss befindet sich das Büro der Generationenhilfe.

Treffpunkt und Veranstaltungsort:

Über 20 Seniorengruppen treffen sich regelmäßig im Haus Raiss. Der große Saal bietet Raum für 80 Personen, der kleine Saal lässt bis zu 35 Personen gemütlich an Tischen sitzen. Die Ausstattung bietet gute Voraussetzungen für vielfältige Veranstaltungen.

Sitz der Seniorenarbeit:

Die Büros der Seniorenarbeit sind im ersten Stock des Hauses. Hier werden altengerechte Angebote organisiert, die Seniorenarbeit in der Kreisstadt koordiniert und alte Menschen und Angehörige bei Problemen rund um das Alter beraten.

Team im Haus Raiss:

Jürgen Kopp
Dipl.-Sozialarbeiter
seit Juli 1991, Vollzeitstelle

Bettina Schwarze-Altmann
Dipl.-Sozialarbeiterin
seit November 2004, Teilzeit

Andrea Tenhumberg
Verwaltungsangestellte
seit März 2014, Teilzeit

Dieter Reichel
Fahrdienste und Aushilfe
seit August 2011, Teilzeit

Linda Chawla
Hauswirtschafterin/Hausmeisterin
seit März 2010, Teilzeit


Geschichte des Haus Raiss:

1908 - Samuel und Juliane Hirsch
Im Jahr 1908 erwarben Samuel Hirsch (geboren 21.11.1846) und seine Frau Juliane Hirsch, geborene Krieger (geboren 1.3.1856) das Haus und zogen mit ihrem Sohn Gustav Hirsch (geboren am 23.5.1889) ein. Zuvor hatten sie in Wallerstädten gewohnt. Samuel ist von Beruf Metzger, er baut ein kleines Verkaufslädchen neben das Haus, da wo heute vorn an der Straße die Garage steht. Das Grundstück des Haus Raiss stand damals als 'Hofreite Am Hospitalgarten mit Grabgarten' im Grundbuch. Samuel Hirsch starb 1923, seine Frau Juliane 1925.

1925 - Gustav und Lina Hirsch
1925, als die Eltern gestorben waren, wurde Gustav Hirsch (geboren am 23.5.1889) Eigentümer des Hauses - gemeinsam mit seiner Ehefrau Lina Hirsch, geborene Mayer (geboren am 6.3.1896). Sie wohnten hier mit ihrer 1920 geborenen Tochter Liesel Hirsch, außerdem wohnte noch Linas Mutter Emma Mayer, geborene Kahn (geboren am 6.9.1873) dabei. Gustav Hirsch arbeitete als Metzger und Viehhändler. Er war Vorsteher der jüdischen Gemeinde.

1938 - Verfolgung durch die Nazis
1938 in der Kristallnacht umstellten SA-Leute das Haus , verwüsteten es und warfen Möbel auf die Straße. Gustav Hirsch wurde wie viele andere männliche Juden aus Groß-Gerau für einen Monat im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Das Nazi-Regime versagte ihm das Recht, seinem Beruf nachzugehen und zwang ihn, sein Haus zu verkaufen. Käufer war Philipp Raiss. Die Familie Hirsch zog kurzfristig nach Frankfurt, von wo aus ihr im Januar 1940 die Flucht in die USA gelang, nur so konnten sie ihr Leben retten. In Bridgeport im Bundesstaat Connecticut konnten sie sich eine neue Existenz aufbauen.

1939 - Philipp Raiss
1939 erstand der Weißbindermeister Philipp Raiss das Haus. Er lebte und arbeitete darin, seine Werkstatt hatte er hinter dem Haus. Auf ihn geht der heutige Name des Hauses zurück. Sein Namensschriftzug lässt sich noch heute an der Außenfassade der Hausfront erkennen, umgeben von auffälligen Malereien, die die vier Jahreszeiten darstellen.

Um 1980 - Das Haus geht an die Stadt
Nach seinem Tod in den achtziger Jahren vermachte Philipp Raiss das Haus der Stadt Groß-Gerau mit der Auflage, darin eine Einrichtung für alte Menschen anzubieten. Seniorenarbeit war derzeit in Groß-Gerau noch nicht manifestiert. Wohl gab es bis dato bereits einzelne Seniorenkreise, nirgends jedoch eine Stelle die Angebote koordinieren und ausbauen konnte - von Räumlichkeiten ganz zu schweigen. Die Stadt Groß-Gerau erkannte die Zeichen der Zeit, sie baute nach hinten an und verschaffte dem kleinen Haus großzügige Räumlichkeiten, die man von vorn nur erahnen kann.

1983 - Das Haus Raiss wird eröffnet - Seniorenarbeit beginnt
Am 7. Juli 1983 wurde das Haus Raiss als Senioren-Begegnungsstätte eröffnet und schon ab dem ersten Tag trafen sich hier Seniorengruppen. Neben den Veranstaltungsräumen wurde im ersten Stock auch ein Büro für die Seniorenarbeit eingerichtet. Sozialarbeiter/innen wurden eingestellt und entwickelten nach und nach ein fundiertes Konzept der Seniorenarbeit. Immer vielseitiger wurden die Arbeitsinhalte und immer wichtiger das Thema Beratung. Ende der Achtziger Jahre wurde die 'Beratungs- und Koordinationsstelle für ältere Menschen und Angehörige' entwickelt und in die 'Städtische Seniorenarbeit' integriert. Die Angebote der Städtische Seniorenarbeit Groß-Gerau wurden und werden kontinuierlich weiter ausgebaut.

2016 - Verlegung von Stolpersteinen
Zur Erinnerung an die jüdische Familie Hirsch wurden am 11. Oktober 2016 vor dem Haus Raiss Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an Gustav und Lina Hirsch, an ihre Tochter Liesel und an Emmy Mayer, der Mutter von Lina (Näheres zu Familie Hirsch siehe unter 1925 und 1938). Bei der Stolpersteinverlegung war Melissa Pope, die in den USA lebende Enkelin von Liesel Hirsch, mit ihrer Familie anwesend.

Heute ist das Haus Raiss nach wie vor der Sitz der Städtischen Seniorenarbeit, es ist Veranstaltungsort und ein beliebter Treffpunkt vieler Seniorengruppen. Es ist gut besucht und ausgelastet. Um der erwarteten demografischen Entwicklung gerecht zu werden und zukünftig eine barrierefreie Nutzung zu ermöglichen, ist ein Ausbau des Hauses ist in Planung.


Büro Seniorenarbeit

Haus Raiss 

Jürgen Kopp
Dipl.-Sozialarbeiter

Bettina Schwarze-Altmann
Dipl.-Sozialarbeiterin

Andrea Tenhumberg
Verwaltungsangestellte

Städtische Seniorenarbeit
Frankfurter Straße 46
64521 Groß-Gerau

Telefon 06152 - 46 11
Fax 06152 - 71 11 70
mail@seniorenarbeit-gross-gerau.de

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