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Stadtteile

Durch eigenes Wachstum, die Eingemeindung von Dornberg (1939) und Berkach (1972) und schließlich der  Zusammenschluss mit den Gemeinden Dornheim und Wallerstädten im Rahmen der Gebietsreform 1977 sorgten und sorgen für ein stetiges Wachstum der Einwohnerzahl.

Heute wohnen in der Stadt Groß-Gerau 24.181 Menschen. Davon entfallen auf:

Kernstadt                                           15.441
Dornberg                                                393
Berkach                                               1.036
Wallerstädten                                       2.745
Dornheim                                             4.566

Sie möchten mehr über die einzelnen Stadtteile erfahren? Nachfolgend finden Sie gebündelt Informationen über jeden Ort:

Dornberg

Entstand als Wohnsiedlung für die Bediensteten des gleichnamigen Schlosses. Dieses wird als Sitz der Herren von Dornberg erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Als diese Mitte des 13. Jahrhunderts ausstarben, machten die Grafen von Katzenelnbogen das Schloss zur Residenz ihrer Oberen Grafschaft.

Auf dem Erbweg ging der Besitz 1479 an die Landgrafschaft Hessen und wurde als Jagdschloss genutzt. Durch kriegerische Handlungen wurde es 1689 durch Feuer zerstört.

Die Siedlung aber entwickelte sich weiter. Durch Renovierungen und Ergänzungsbauten konnten Teile des Schlosses erhalten werden, die heute von der Kreisvolkshochschule genutzt werden.

Berkach

Steht auf dem Boden einer ehemaligen römischen Siedlung und lag am Schnittpunkt der einstigen Römerstraße Nierstein - Dieburg und der von Mainz kommende "Steinernen Straße".

Urkundlich erwähnt wird Berkach erstmals 1246, als Konrad von Dornberg sieben Ritter und zwei Bürger mit Besitz in der "Villa Bercach" belehnt.

In Berkach stehen noch viele ansehnliche Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. So das 1597 errichtete Rathaus, ein stattlicher Fachwerkbau mit schönem Balkenwerk und Schnitzereien, das heute Sitz eines Jugendtreffs ist.

Dornheim

Hat schon zu Zeiten des Kaisers Karls des Großen bestanden; es wurde schon 779 erwähnt. Die Abtei Eberbach, die in der Dornheimer Gemarkung sehr stark begütert war, unterhielt hier einen ihrer großen Wirtschaftshöfe, den 1159 als "Villa Rihusen" erstmals erwähnten Riedhäuserhof. Ein Dornheimer Ortsadel ist im 12. Jahrhundert bekannt. Im Jahre 1543 wurde das erste Gerichtssiegel eingeführt. Aus ihm ging das Dornheimer Wappen hervor.
In den Jahrzehnten nach dem letzten Weltkrieg hat Dornheim große Anstrengungen gemacht, seine Einrichtungen den Erfordernissen der Zeit anzupassen. So ist Dornheim heute eine moderne Gemeinschaft mit kultureller Eigenständigkeit und solidem wirtschaftlichen Fundament, die über alle Einrichtungen neuzeitlicher Infrastruktur verfügt.

Wallerstädten

Wurde zwar erstmals 1281 urkundlich erwähnt, die Geschichte aber reicht wesentlich weiter zurück. Es gehörte zweifellos zu dem großen Reichsgutbesitz, der 1013 durch König Heinrich II. an das Bistum Würzburg und später über die Katzenelnbogener an Hessen kam.
Die Ortschronik meldet für 1518 eine Brandschatzung durch Franz von Sickingen.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Wallerstädten noch einmal zerstört, als Mansfeldsche Kriegsvölker den Ort heimsuchten. Dass die Kriegsfolgen zu Beginn des 18. Jahrhunderts wieder überwunden waren, bezeugen zahlreiche stattliche Bauten aus jener Zeit, insbesondere ein besonders schönes Fachwerkrathaus mit massivem Untergeschoss. All diese gepflegten Zeugnisse aus der Vergangenheit, geschmackvolle Neubauten und die allgemeine Ausgestaltung der Gemeinde bescherten Wallerstädten 1963 den Titel "Schönstes Dorf des Kreises Groß-Gerau".