Gemeinsamkeiten stärken


Netzwerk Altenhilfe : Mehr als 30 Sprecher aus rund 20 Organisationen kommen zu erstem Treffen in das Haus Raiß - Konkrete Ziele formuliert - Nächste Zusammenkunft im Herbst

,,Nie zuvor haben so viele Menschen, die sich in unterschiedlichen Gruppen um alte Menschen bemühen, zusammen an einem Tisch gesessen", freut sich Jürgen Kopp, der als Sozialarbeiter im städtischen Seniorenbüro tätig ist und das erste Treffen des Netzwerks Altenhilfe in der Kreisstadt koordinierte. ,,Der große Saal im Haus Raiß war voll. 32 Teilnehmer aus rund 20 Organisationen zeigten lebhaftes Interesse und formulierten sogar schon erste konkrete Vorschläge", so Kopp im Gespräch mit dem ECHO.

Wer ist wer? Wer macht was? Welche Menschen stehen hinter den einzelnen Angeboten und Organisationen? - Diese Fragen prägten die Zusammenkunft, bei der beruflich in der Altenpflege und -betreuung Tätige ebenso willkommen waren wie ehrenamtlich Aktive. Bunt gemischt war denn auch die Palette der anwesenden Einrichtungen, Dienste und Vereine: Sozialstation des Deutschen Roten Kreuzes, Arbeiter-Samariterbund Darmstadt-Starkenburg, Kreiskrankenhaus Groß-Gerau, Palliativ-Care-Team ,,Leuchtturm", Seniorenbeirat, Alten- und Pflegeheime ,,An der Fasanerie" und ,,Am Kastell", Generationenhilfe-Verein, Alzheimer- und Demenzkrankengesellschaft Rüsselsheim, Betreuungsstelle der Kreisverwaltung, ehrenamtlicher Besuchskreis, die evangelischen Gemeinden Wallerstädten und Stadtkirche, Parkinson-Selbsthilfegruppe, Diakonisches Werk (Mehr gene ra tio nenhaus), Ausländerbeirat, Arbeiterwohlfahrt, Türkisch-islamische Gemeinde DITIB, Fachbereich Soziale Sicherung und Chancengleichheit sowie der Fachbereich Sozialdienste und Planung, Lebensform - Zuhause besser wohnen der Kreisverwaltung, Sorgenfrei - Hilfe für alleinstehende oder hilfebedürftige Menschen, kommunale Seniorenarbeit der Kreisstadt sowie Bürgermeister Stefan Sauer.

,,Das Netzwerk Altenhilfe in Groß-Gerau auf den Weg zu bringen, ist eine spannende Aufgabe, auch wenn es nicht einfach sein wird, alle offenbar gewordenen Erwartungen zu erfüllen", so Jürgen Kopp.

Klar benannt worden sei der Wunsch nach einem regelmäßigen persönlichen Austausch, verbunden mit dem Bekanntgeben von aktuellen Informationen der Einrichtungen untereinander. Beraten werden solle aber auch, wie sich Gruppen gegenseitig ergänzen können, wo sich gemeinsame Inhalte, aber auch Lücken und Überschneidungen finden, wo Ressourcen kollektiv zu nutzen sind.

Überdies formulierten die Teilnehmer das Ziel, dass sie Hilfe suchenden alten Menschen, aber auch deren Angehörigen, in absehbarer Zeit einen Leitfaden zur leichteren Orientierung im Netzwerk Altenhilfe an die Hand geben wollen. Zudem äußerten die Anwesenden den Wunsch, altersrelevante Themen aufzugreifen und auch interkulturellen Fragestellungen nachzugehen: Beispielsweise ,,welche Angebote gibt es für alte Menschen, die nicht aus dem deutschen Kulturkreis stammen und einen anderen Glauben pflegen".

In den Monaten bis zur nächsten Zusammenkunft am 1. November um 16 Uhr im Haus Raiß sollen einige Dinge - beginnend bei einer Liste mit den jeweiligen Angeboten der Netzwerkteilnehmer bis hin zum Aufzeigen von interkulturellen Offerten - bereits angeschoben werden. Darüber hinaus ist angedacht, eine gemeinsame Broschüre und ein informatives Poster zu erstellen sowie einen Pflegenotruf zu installieren, der sich insbesondere an Wochenenden um eine Erstversorgung kümmert.

Ergänzend wünschten sich die in der Altenhilfe Aktiven einen ,,Markt der Möglichkeiten", bei dem sie Gelegenheit haben, ihre Arbeit einem größeren Publikum vorzustellen.

Quelle: Groß-Gerauer Echo vom 25. Mai 2010