Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Gerau: Ehrungen, Einsätze und beeindruckende Zahlen
Bei der Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Kreisstadt Groß-Gerau wurde erneut deutlich, mit welchem Engagement die Einsatzkräfte ihrer wichtigen Aufgabe nachkommen. Neben zahlreichen Beförderungen und Ehrungen wurden auch beeindruckende Leistungszahlen vorgestellt.
Mehrere Feuerwehrleute wurden für ihre Verdienste befördert. Tobias Moor wurde zum Brandmeister ernannt. Tom Christopher Kappel, Michael Kappelar und Uwe Kohlgardt wurden zu Oberbrandmeistern befördert. Benny Surmann und Frank Senßfelder legten den Amtseid als Ehrenbeamte ab und übernehmen als Wehrführer bzw. stellvertretender Wehrführer Verantwortung für die Abteilung Dornheim.
Für ihren jahrzehntelangen aktiven Dienst wurden Frank Senßfelder für 40 Jahre sowie Paul Kumpf und Michael Seigfried für jeweils 50 Jahre mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande geehrt. Darüber hinaus wurden langjährige Mitglieder der Feuerwehr für ihre Treue ausgezeichnet. Geza Schmotzer, Joachim Keller, Helmut Söder, Peter jun. Funk und die Freiwillige Feuerwehr Groß-Gerau wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Kurt Bertram, Wilhelm Luckhardt und Philipp Metzger erhielten für 60 Jahre Mitgliedschaft eine besondere Auszeichnung.
Auswirkungen der Schweinepest noch immer präsent
Ein prägendes Ereignis war der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest, bei dem die Feuerwehr Groß-Gerau mit dem Betrieb von Dekontaminationsschleusen eine wesentliche Rolle spielte. Stadtbrandinspektor Michael Scharper betonte, dass die Auswirkungen des Ausbruchs noch immer spürbar seien und weiterhin zahlreiche Maßnahmen in Kraft blieben.
Im Jahr 2024 wurden die Abteilungen der Feuerwehr Groß-Gerau 408-mal alarmiert und zu 338 Einsätzen gerufen. Die meisten Einsätze betrafen technische Hilfeleistungen, insgesamt 175 Mal. Die Einsatzkräfte leisteten dabei insgesamt 5.842 Stunden. Stadtbrandinspektor Scharper merkte an, dass die hohe Zahl der Fehlalarmierungen weiterhin ein Problem darstelle.
Knapp 30.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit
Auch im Bereich Ausbildung zeigte sich großes Engagement. Die Mitglieder der Kinderfeuerwehr leisteten insgesamt 1.619 Stunden, die Jugendfeuerwehr 5.586 Stunden und die Einsatzabteilung 11.873 Stunden. Die Gesamtstundenzahl für das Jahr 2024 belief sich damit auf 19.080 Stunden. Hinzu kommen ca. 2.000 Stunden für Verwaltungsarbeit, Sitzungen sowie Aktivitäten der Ehren- und Altersabteilungen. Die Kreisausbildung profitierte ebenfalls von der Feuerwehr Groß-Gerau, da sich Mitglieder der Wehr als Kreisausbilder für Atemschutz, Maschinisten und die Grundausbildung engagierten.
Die Kinder- und Jugendfeuerwehr verzeichnete stabile Mitgliederzahlen. Zum Jahresende 2024 waren 62 Kinder und 84 Jugendliche aktiv. Jugendfeuerwehrwartin Julia Kaiser berichtete stolz, dass 13 Kinder in die Jugendfeuerwehr wechselten und zahlreiche Prüfungen für die Auszeichnung „Tatze“ erfolgreich absolviert wurden.
Das Team der Brandschutzerziehung und -aufklärung (BeBa) unter Leitung von Sandra Wallisch leistete mit zehn Brandschutzerziehern insgesamt 290 Stunden für Schulungen in Grundschulen und Kindertagesstätten. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Prävention und Sicherheit in der Stadt.
„Es wurden im Jahr 2024 von allen Abteilungen an die 30.000 Stunden ehrenamtlich geleistet – unentgeltlich, in unserer Freizeit und zum Wohl der Allgemeinheit“, betonte Stadtbrandinspektor Michael Scharper. Bürgermeister Jörg Rüddenklau zeigte sich beeindruckt und betonte seine große Dankbarkeit für das außergewöhnliche Engagement der Feuerwehrleute.