Verwechslungsgefahr: Gespinstmotte ist harmlos - Eichenprozessionsspinner nicht
In den Frühlings- und Sommermonaten tauchen sie wieder auf: Dichte, weiße Gespinste an Sträuchern und Bäumen sorgen regelmäßig für Irritationen bei Bürgerinnen und Bürgern. Häufig wird dabei die harmlose Gespinstmotte (Yponomeuta) mit dem gesundheitsgefährdenden Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) verwechselt. Die Kreisstadt Groß-Gerau möchte aufklären und zur richtigen Einordnung beitragen.
Keine Gefahr durch Gespinstmotten
Die Raupen der Gespinstmotte legen auffällige, silbrig-weiße Netze über Bäume und Sträucher. Auch wenn die befallenen Pflanzen zeitweise kahl gefressen wirken, ist Entwarnung angesagt: Die Pflanzen erholen sich in der Regel vollständig, und für den Menschen besteht keinerlei Gesundheitsrisiko. Die Gespinste mögen zwar unheimlich aussehen, sind jedoch völlig ungefährlich.
Vorsicht beim Eichenprozessionsspinner
Anders verhält es sich beim Eichenprozessionsspinner. Dessen Raupen bevorzugen ausschließlich Eichenbäume und bewegen sich in den namensgebenden „Prozessionen“ an den Stämmen entlang. Ihre mikroskopisch kleinen Brennhaare enthalten ein starkes Nesselgift, das beim Menschen zu Hautreizungen, Atemproblemen und in seltenen Fällen zu allergischen Reaktionen führen kann. Befallene Bereiche müssen häufig weiträumig abgesperrt und professionell behandelt werden.
Was tun bei Sichtungen?
Die Stadtverwaltung bittet um Aufmerksamkeit und umsichtiges Verhalten:
- Silbrig-weiße Netze an Sträuchern? → Wahrscheinlich Gespinstmotte – kein Grund zur Sorge.
- Raupen auf Eichen in Reihenformation? → Verdacht auf Eichenprozessionsspinner – bitte Kontakt mit der Stadtverwaltung oder dem zuständigen Ordnungsamt aufnehmen.
Ziel ist es, Fehleinschätzungen zu vermeiden und gesundheitliche Risiken zu minimieren. Bei Unsicherheit steht das Umweltamt der Kreisstadt Groß-Gerau beratend zur Seite.