Hilfsnavigation

Sprache
A4_Altes Amtsgericht_Portal

Kreisstadt Groß-Gerau

Am Marktplatz 1
64521 Groß-Gerau

Telefon:06152 - 71 6-0
Fax:06152 - 71 63 09
E-Mail:kreisstadt@gross-gerau.de

Externer Link: FacebookFacebook
14. Februar 2014

Stadtmuseum zeigt: "Von der Werkhalle zur Aula - Ein Industriegelände wird Schulstandort"

Großes Bild anzeigen
Titelblatt der Einladung zur Ausstellung

Zur Eröffnung der Sonderausstellung "Von der Werkhalle zur Aula. Ein Industriegelände wird Schulstandort" lädt die Stadt Groß-Gerau für Freitag, 21. Februar 2014, um 19 Uhr in das Stadtmuseum (am Marktplatz) ein. Zu sehen ist die Präsentation, die Museumsleiter Jürgen Volkmann in Kooperation mit dem Pädagogen Udo Stein und den Gymnasiasten eines Geschichtsleistungskurses der Prälat-Diehl-Schule erarbeitet hat, bis einschließlich Sonntag, 18. Mai 2014.

Das aus einer 1893 gegründeten Schlosserei hervorgegangene Press- und Stanzwerk Jakob Faulstroh gehörte zu den prägenden Industriebetrieben Groß-Geraus. Mit seinen Produkten für die Automobilindustrie, Schubkarren, Garagentoren, Schrauben u.a. wuchs es stetig und hatte durch die zahlreichen Mitarbeiter und die Unternehmerfamilie eine starke Präsenz in der Stadt. Dennoch führten die Marktentwicklung und interne Gründe im Jahr 2004 zur Schließung.

Stadt und Kreis Groß-Gerau fassten danach den Beschluss, auf dem ältesten Teil des Areals ein neues Oberstufengebäude für die Prälat-Diehl-Schule zu errichten. Ein Geschichtsleistungskurs des Gymnasiums nahm dies zum Anlass, den neuen Standort zu erforschen und stellte fest, dass das Stadtquartier neben der Fabrikgeschichte als „Neubaugebiet" der Zeit um 1900 vielfältige historische Einblicke möglich macht. Exemplarisch sind die Sozial- und Gewerbestruktur wie auch die Ansiedlung typischer Einrichtungen wie Katasteramt, Grundschule und neuer Synagoge zu sehen.

Darüber hinaus lässt sich das Schicksal einer jüdischen Gardinenfabrik im Kontext des Nationalsozialismus nachzeichnen. Und schließlich ist die Geschichte des Gymnasiums selbst Teil der Darstellung – ist doch die Errichtung des bisherigen, von der Mittelstufe getrennten Oberstufengebäudes seinerzeit im Kontext der kontrovers begleiteten Einführung der Gesamtschule zu sehen.