Sprungziele
Hauptmenü
Inhalt

Helene Elisabeth Obenauer feiert 105. Geburtstag

Einen ganz besonderen Geburtstag durfte Helene Elisabeth Obenauer in Groß-Gerau begehen: Die Seniorin wurde 105 Jahre alt. Zu den Gratulanten zählten der Erste Kreisbeigeordnete Adil Oyan sowie Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau. Am eigentlichen Geburtstag, dem 24. Januar, war die Jubilarin gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe – deshalb wurde der persönliche Besuch mit den Glückwünschen einige Tage später nachgeholt.

Mit ihren 105 Jahren gehört Helene Elisabeth Obenauer zu den ältesten Bürgerinnen im Kreis Groß-Gerau. Seit mehr als 30 Jahren lebt sie im Stadtteil Auf Esch – hoch oben im 11. Stock – und teilt ihr Zuhause mit ihrer 95-jährigen Schwester. „Die beiden sind seit Kindheitstagen zusammen“, berichtet Großneffe Hans-Joachim Horndasch (79). Unterstützung erhalten die Schwestern durch eine Haushaltshilfe, die morgens und abends kommt. Den übrigen Tag verbringen sie selbstständig in ihrer vertrauten Wohnung.

Für den nachgeholten Geburtstag hatten die Verwandten – Horndasch und seine Frau Ortrud, ihre Tochter und deren Mann – eine liebevoll gedeckte Tafel vorbereitet. Im Mittelpunkt stand eine eindrucksvolle Käsesahnetorte: die Zahl 105 in der Mitte, eingerahmt von zwei Rosen. Daneben lagen Fotos der Torten vom 100. bis zum 104. Geburtstag – eine kleine, berührende Chronik gelebter Familienverbundenheit. Alle Torten stammen übrigens von derselben Konditorin. Sie freue sich jedes Mal, berichten die Angehörigen, wenn wieder ein Jahr hinzugekommen ist.

Viele Jahre lang arbeitete die Jubilarin im Büro des ehemaligen Press- und Stanzwerks Fagro in Groß-Gerau. Der Besuch endete mit herzlichen Worten, guten Wünschen und spürbarer Wertschätzung – und zeigte, dass ein 105. Geburtstag ganz still und zugleich besonders warmherzig gefeiert werden kann. Mit einem Augenzwinkern merkte der Großneffe an: „Sie sind beide noch zu haben.“ Ein „Geheimrezept“ für ein langes Leben wollten die Schwestern nicht preisgeben. „Kein Mann, kein Kind“, sagte Horndasch schmunzelnd. „Vielleicht hat das jung gehalten.“ Und auch der Ausblick aus dem 11. Stock über die Fasanerie bleibt – zeitlos schön.