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Stadt plant Kinder- und Jugendforum

Die Stadt Groß-Gerau will den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen noch besser Rechnung tragen und plant deshalb die Einrichtung eines Kinder- und Jugendforums. Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer jüngsten Sitzung die Verwaltung einstimmig mit der Umsetzung eines entsprechenden Konzepts beauftragt. Der Wunsch der Politik nach einem solchen Beteiligungsformat besteht schon seit Längerem.

In einem Kinder- und Jugendforum sollen Kinder und Jugendliche ihre Anliegen, Ideen und Wünsche, aber auch Kritik gegenüber Politik und Verwaltung äußern können. Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung sollen bei den Treffen persönlich anwesend sein. Die Kinder und Jugendlichen präsentieren dort ihre Themen, die dann in die zuständigen kommunalen Gremien eingebracht werden.

Eine Rückmeldung zu den Ideen und Vorschlägen soll zeitnah erfolgen. Art, Umfang und Machbarkeit der Vorschläge sollen gemeinsam besprochen werden. Falls ein Anliegen nicht realisierbar ist, soll dies transparent, verständlich und auf Augenhöhe erklärt werden.

Zuletzt gab es viele kleinere Beteiligungsprojekte

In den zurückliegenden Jahren hatte die kommunale Jugendarbeit eine Reihe kleinerer Beteiligungsprojekte umgesetzt. Dazu zählten der Umbau der Skater-Anlage, das Jugendmagazin JUMA2022 (gemeinsam mit dem Kreis Groß-Gerau) oder das Projekt „Mein Lebensraum“. Nun soll es wieder ein großes Beteiligungsforum geben.

Dass Kinder und Jugendliche den Wunsch haben, besser gehört zu werden, hatte vor einiger Zeit eine Umfrage ergeben. Von 496 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer Befragung hatten 412 eine stärkere Vertretung ihrer Interessen eingefordert.

Forum soll Verständnis für Demokratie wecken

Laut Konzept der kommunalen Jugendarbeit verfolgt das Kinder- und Jugendforum drei zentrale Ziele: Mitbestimmung, Kompetenzförderung und politische Bildung. Junge Menschen sollen aktiv an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken, in ihren Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten gestärkt werden und Verständnis für demokratische Prozesse entwickeln.

Kindern und Jugendlichen wird so die Chance gegeben, selbst zu erfahren, wie Entscheidungsprozesse funktionieren. Das Forum soll junge Menschen motivieren, Verantwortung zu übernehmen, Demokratie zu erleben und ihre Stadt aktiv mitzugestalten. So soll auch das Vertrauen in politische Prozesse und somit in die Demokratie gestärkt werden. Und vielleicht ist die eine oder der andere dann bereit, sich auch später politisch zu engagieren.

Altersgruppe von sechs bis 21 Jahren im Fokus

Das Forum richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 21 Jahren. Aufgrund begrenzter Ressourcen soll in den Folgejahren ein Wechselmodell umgesetzt werden: in einem Jahr ein Jugendforum, im anderen ein Kinderforum.

Vorgesehen ist, dass die Kinder und Jugendlichen ihre Anliegen im Vorfeld einreichen. Die hauptamtlichen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter prüfen die Vorschläge dann auf Umsetzbarkeit. Beim Forum sollen sie diese präsentieren, zum Beispiel mit Plakaten oder in Form von kurzen Videos. In einer Sitzungspause sollen dann Politik und Verwaltung beraten, was aus ihrer Sicht eine Chance auf Verwirklichung hat.

Einen Termin für das Kinder- und Jugendforum gibt es noch nicht. Mit ihrem Beschluss aber haben die Stadtverordneten ein klares Signal gesendet, dass ihnen die stärkere Beteilung junger Menschen wichtig ist.