Kreisstadt beteiligt sich an Wettbewerb
Die Kreisstadt Groß-Gerau beteiligt sich am Wettbewerb „Zukunft Innenstadt“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum. Die Groß-Gerauer Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am Donnerstag, 1. Oktober 2026, einstimmig grünes Licht für die Teilnahme gegeben.
Städte und Gemeinden, die zum Zuge kommen, können einen Zuschuss von bis zu 300.000 Euro erhalten. Die Zuschusshöhe liegt bei mindestens 80 und höchstens 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Ziel des Landesförderprogramms ist es, die Attraktivität von Innenstädten zu erhalten und zu erhöhen. Pro Kommune können maximal drei Projekte eingereicht werden.
Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten angestrebt
In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt des Programms darauf, von Anfang an alle Generationen und Kulturen miteinzubeziehen – für die Entwicklung und Erprobung einer Innenstadt, in der die vielfältigsten Nutzungsmöglichkeiten aufeinandertreffen.
Die Groß-Gerauer Stadtverwaltung schlägt drei Projekte vor. Zum einen geht es um einen Bewegungsparcours für Kinder in der Innenstadt mit altersgerechten Stationen zum Balancieren und Klettern. Auch Sprungstationen sind angedacht. So soll ein Treffpunkt entstehen, der die Attraktivität der Innenstadt für Kinder und Familien erhöht. Die beantragte Fördersumme hierfür beträgt rund 85.000 Euro.
Auch Sitzmöglichkeiten und Outdoor-Sportgeräte angedacht
An zentralen Punkten in der Innenstadt sollen darüber hinaus zusätzliche Sitzgelegenheiten aufgestellt werden, die zum Verweilen und zum Austausch einladen. Um an diesen Orten die Aufenthaltsqualität zu stärken und Hitzeschutz zu bieten, soll in einer gemeinschaftlichen Aktion mit der Initiative KlimaAktiv Groß-Gerau eine Begrünung durch (Hoch-)Beete mit schattenspendenden Pflanzen beziehungsweise Bäumen erfolgen. Der Wunsch nach mehr Sitzmöglichkeiten war Ende Juni auch beim Kinder- und Jugendforum geäußert worden. Für dieses Projekt liegt die beantragte Fördersumme bei etwa 62.000 Euro.
Das dritte, auf zirka 40.000 Euro veranschlagte Projekt sind barrierearme Outdoor-Geräte, die der sportlichen Betätigung von Seniorinnen und Senioren dienen sollen. Diese Bewegungsstationen sollen ein moderates Kraft- und Ausdauertraining sowie Übungen für Koordination und Beweglichkeit ermöglichen. Mit diesem Bewegungsangebot sollen Gesundheit und soziale Integration der älteren Einwohnerinnen und Einwohner erhöht werden.
Von höherer Aufenthaltsqualität profitiert auch der Einzelhandel
„Uns geht es darum, weitere Angebote zu schaffen, die dazu beitragen, dass die Menschen gerne unsere Innenstadt besuchen. Das geht am besten, wenn viele Akteurinnen und Akteure zusammenwirken. Eine höhere Aufenthaltsqualität sorgt erwiesenermaßen dafür, dass auch der Einzelhandel und Gastronomiebetriebe profitieren“, erklärt Wirtschaftsförderer Thorsten Eisenhofer.
Ob Groß-Gerau mit seinen Ideen Fördermittel aus dem Programm „Zukunft Innenstadt“ erhalten wird, entscheidet sich zum Ende des Jahres 2026.