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Mehr als 10.000 Stunden im Dienst der Allgemeinheit

Mehr als 10.000 ehrenamtlich geleistete Stunden im Dienst der Allgemeinheit – das ist die Bilanz der Groß-Gerauer Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr für das Jahr 2025. Bei der Dienstversammlung im Feuerwehrstützpunkt (Nordring 45) präsentierte Wehrführer Lucas Hartmann die Zahlen und schlug dabei auch nachdenkliche Töne an.

So ist die Zahl der aktiven Einsatzkräfte innerhalb eines Jahres von 75 auf 65 gesunken. Neben 55 Männern sind bei der Einsatzabteilung Groß-Gerau zehn Frauen dabei. Hartmann betonte aber auch, dass die geringere Zahl an aktiven Kräften nicht nur aus Austritten resultiere. Auch Beurlaubungen aufgrund von Krankheit, längerer beruflicher Abwesenheit oder Mutterschaft spielten eine Rolle. Hier bestehe Hoffnung, dass diese Kräfte wieder zurückkehren. Zugleich hat die Freiwillige Feuerwehr in der gesamten Stadt ihre Aktivitäten zur Mitgliedergewinnung verstärkt – etwa mit einer bundesweit beachteten Werbeaktion auf Pizzakartons.

Zahlreiche Beförderungen ausgesprochen

Erfreulicherweise bleibt die Bereitschaft zur Weiterbildung hoch, sodass Stadtbrandinspektor Michael Scharper eine ganze Reihe an Beförderungen aussprechen konnte. So wurde Tim Herz zum Hauptlöschmeister ernannt, Martin Holzheuser zum Löschmeister, Lena Cirar Kappel zur Hauptfeuerwehrfrau, Robert Schichtl zum Oberlöschmeister, Martin Schmid zum Hauptlöschmeister, Benno Treuting zum Oberfeuerwehrmann, Büsra Türegün zur Hauptfeuerwehrfrau, Noah Wittmann zum Feuerwehrmannanwärter und Paul Pietzsch zum Feuerwehrmann. Die Beförderungen von Justin Blaskowitz (Feuerwehrmann), Lucy Keller (Feuerwehrfrau), Denis Littmann (Hauptfeuerwehrmann) und Isabel Sperfechter (Hauptfeuerwehrfrau) werden nachgeholt, weil sie bei der Dienstversammlung verhindert waren.

268 Einsätze im Jahr 2025

Wie Wehrführer Lucas Hartmann vor zahlreichen Gästen – darunter Bürgermeister Jörg Rüddenklau, Dezernentin Sabine Hoffmann, Vertreter der Fraktionen, Wehrführungen der anderen Einsatzabteilungen und Kreisbrandinspektor Fred Schmidt – berichtete, blieb die Zahl der Einsätze mit 268 im Vergleich zum Vorjahr (272) nahezu konstant. In den vergangenen drei Jahren galt es jeweils um die 270 Einsätze zu bewältigen. Im Jahr 2015 waren es noch 166.

Gefordert waren die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer bei 59 Bränden, darunter zwei Großbrände. Hinzu kamen 113 Hilfeleistungen. Hierzu zählten 32 Verkehrsunfälle, bei denen die Unterstützung der Wehr gefragt war. Auch 17 Türöffnungen und neun weitere Einsätze zur Menschenrettung gehörten dazu.

In 96 Fällen rückte die Wehr aus, ohne dann tatsächlich zur Brandbekämpfung in Aktion treten zu müssen. In der Statistik wird das als Fehlalarm ausgewiesen, wobei der Begriff nicht unbedingt trifft. In 46 Fällen hatten Brandmeldeanlagen angeschlagen, die Feuerwehr kontrollierte dann. Außerdem wurde sie 45 Mal vorsorglich zu Unterstützungen in Nachbarkommunen gerufen, musste dort dann aber nicht eingreifen. In vier Fällen war der Alarm böswillig ausgelöst worden, außerdem gab es einen blinden Alarm.

3342 Einsatzstunden geleistet

Von den mehr als 10.000 geleisteten Stunden entfielen 3342 Stunden auf die 268 Einsätze. 1032 Stunden wurden zur Bekämpfung von Bränden aufgebracht, 1457 für technische Hilfeleistungen, 770 für sogenannte Fehlalarme und 83 für Brandsicherheitsdienste.

Für Lehrgänge wurden 1205 Stunden aufgewendet, für die Ausbildung knapp 3420. Insgesamt kam die Einsatzabteilung auf über 8000 geleistete Stunden. Zusammen mit der Kinderfeuerwehr (216 Stunden allein bei den Betreuern) und der Jugendfeuerwehr (knapp 1732 Stunden bei Betreuern und Jugendlichen ab 17 Jahren) waren es mehr als 10.000.

Der tatsächliche Umfang dürfte allerdings noch höher liegen, weil nicht jede Besprechung erfasst wird. Das gilt auch für den Aufwand, den die Wehrführung für die allgemeine Verwaltung und die Vorbereitung der Übungsabende betreibt.

Bei der Dienstversammlung wurde auch über die Aktivitäten der Kinder- und Jugendfeuerwehr berichtet. Die Freiwillige Feuerwehr hofft, durch die Nachwuchsausbildung später auch Kräfte für die Einsatzabteilung gewinnen zu können.