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Datum: 17.02.2026

Ausgelassene Fastnachts-Stimmung im Haus Raiss

Wer glaubt, dass eine Disco nur etwas für junge Menschen ist, der hat sich getäuscht: Bei der Fastnachtsdisco in der Seniorentagesstätte Haus Raiss feierten am Dienstag mehr als 50 meist ältere Groß-Gerauerinnen und Groß-Gerauer ausgelassen. Viele zog es immer wieder auf die Tanzfläche, zum Song „Gute Laune“ der Großstadtengel flogen die Arme und Hände in die Höhe. In Alltagskleidung war so gut wie niemand erschienen: Fast jede Besucherin und jeder Besucher hatte sich kostümiert.

Für Stimmungsmusik und den ein oder anderen nostalgischen Song sorgte Stadtrat Günter Bertrams alias DJ Günter. Er verstand es bestens, im richtigen Moment den passenden Titel zu wählen. Begeistert zeigte sich Tina Schwarze-Altmann vom Team der städtischen Seniorenarbeit. Sie hatte die Veranstaltung federführend organisiert. „Bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr mussten wir noch zum Mitmachen animieren. Das war diesmal überhaupt nicht nötig.“ Die Besucherinnen und Besucher tanzten und wippten nicht nur, zwei Mal zog sogar eine Polonaise durch den Saal.

Reinhard Schindler überzeugt in der Bütt als Hausmann

Die Lacher auf seiner Seite hatte Reinhard Schindler. Er stieg in die Bütt und berichtete aus dem beschwerlichen Leben eines Hausmanns, der plötzlich alles allein machen muss, nachdem sich seine Frau den Fuß gebrochen hatte. Für seinen gelungenen Auftritt belohnte ihn das Publikum mit reichlich Applaus.

Unter das närrische Volk hatten sich zu Beginn auch Stadtverordnetenvorsteher Christian Wieser und mehrere Stadtverordnete gemischt, später schaute auch Bürgermeister Jörg Rüddenklau als „Robin Hood“ (oder „Robin Rüddenklau“) vorbei. Er zeigte sich beeindruckt von der guten Stimmung im fastnachtlich dekorierten Saal.

Wesentlichen Anteil am Gelingen der Veranstaltung hatten die sechs ehrenamtlichen Helferinnen, die sich um die Küche und den Verkauf von Kräppeln, Kaffee und kühlen Getränken kümmerten. Dass die Kräppel sehr günstig angeboten werden konnten, ist der großzügigen Unterstützung der Bäckerei Darmstädter zu verdanken.

Preise für die besten Kostüme

Gegen Ende prämierte eine Jury, der Tina Schwarze-Altmann, Bürgermeister Jörg Rüddenklau und Reinhard Schindler angehörten, noch die ausgefallensten Kostüme. Der dritte Platz ging an die Sauna-Queen, der zweite an das Baby – und den Platz ganz oben auf dem Treppchen teilten sich Antje und Marijke aus Holland.

Die drei Stunden Fastnachtsdisco gingen für die Gäste wie im Fluge vorbei. Am Ende waren sich alle einig: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.