Spannende Foto-Ausstellung im Haus Raiss
Eine spannende Foto-Ausstellung ist noch bis Ende 2026 im Groß-Gerauer Haus Raiss zu sehen. Die Schau mit dem Titel „Mit der Kamera durchs Jahr“ vereint 41 Aufnahmen von 20 Mitgliedern des Film- und Fotoclubs Groß-Gerau. Während im Erdgeschoss vor allem Landschaftsbilder aus allen vier Jahreszeiten zu sehen sind, werden im Obergeschoss Tierfotos und unterwegs entstandene Beobachtungen gezeigt.
Dass die Ausstellung möglich wurde, ist nicht zuletzt dem Engagement von Annegret und Matthias Kämpf vom Film- und Fotoclub sowie Virginia Eales von der städtischen Seniorenarbeit zu verdanken. Das Ehepaar Kämpf hat in den vergangenen beiden Jahren engen Kontakt zum Haus Raiss gehalten und die Schau zusammen mit Virginia Eales organisiert.
Aktuell 37 Mitglieder im Film- und Fotoclub
Der 1977 gegründete Film- und Fotoclub war aus einer Gemeinschaft von Filmerinnen und Filmern entstanden. Derzeit befinden sich unter den 37 Mitgliedern ausschließlich Fotografinnen und Fotografen.
Der Blick auf die Natur und andere Dinge sei bei Fotografinnen und Fotografen etwas anders als bei normalen Spaziergängerinnen und Spaziergängern, sagte Film- und Fotoclub-Vorsitzender Michael Lamberty bei der Vernissage vor rund 35 Gästen, darunter auch Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau. „Man versucht, das Optimum aus einem Motiv, einem Bild herauszuholen.“
Kritisch-konstruktiver Austausch über Bilder
Während in sozialen Medien als Reaktion oft nicht viel mehr als ein „Schön“ komme, erfolge im Film- und Fotoclub ein kritisch-konstruktiver Austausch über die Aufnahmen – immer mit dem Ziel, sich weiter zu verbessern. „Nichts ist besser als der direkte Kontakt mit anderen Fotografinnen und Fotografen.“ Auch mit viel Erfahrung sei man vor Fehlern nicht gefeit, so Lamberty. Der Film- und Fotoclub bietet Workshops und Vorträge an, die Clubabende sind donnerstags um 19.30 Uhr in der alten Gässelschule (Steinstraße 2).
Lamberty zitierte den amerikanischen Fotografen Ansel Adams (1902 – 1984), der erklärt hatte, dass zwölf bedeutende Fotografien in einem Jahr eine gute Ausbeute seien. „Was man hier sieht, ist eine gute Ausbeute. Hier hängen die herausragenden Exponate.“
Große Vielfalt an Motiven
Ob nun ein Winterbild von der Wasserkuppe, die Reichstagskuppel, ein Nordlicht („Aurea Borealis“), der Landschaftspark Duisburg, Schiffe im Hafen, ein Pfau oder ein auf dem Weg zum Nest befindlicher Storch – die Vielfalt der Motive ist groß. In schwarz-weiß gehalten sind unter anderem Fotos von Elefanten und einem Löwen. „Manchmal lenkt zu viel Farbe ab. Dann wirkt es besser in schwarz-weiß“, erläuterte Lamberty bei einem Rundgang.
Die 41 Bilder von Mitgliedern des Film- und Fotoclubs sind bis zum Jahresende im Haus Raiss (Frankfurter Straße 46) zu sehen.