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Datum: 11.11.2024

Erinnerung an Pogromnacht 1938: Schweigemarsch zur Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge 

Rund 120 engagierte Bürgerinnen und Bürger haben am Samstag, 9. November 2024 im Gedenken an die Novemberpogrome 1938 ein Zeichen gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt.

In Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden hat der Magistrat der Kreisstadt Groß-Gerau das Gedenken an die Opfer abgehalten. Ausgehend vom Marktplatz zogen die Teilnehmenden in einem Schweigemarsch durch die Darmstädter Straße und Frankfurter Straße zur Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge in der Adolf-Göbel-Straße.

An der Gedenktafel legten Heike Mause, Dekanin des Evangelischen Dekanats Groß-Gerau-Rüsselsheim, und Bürgermeister Jörg Rüddenklau einen Kranz nieder. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Posaunenchor der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Groß-Gerau.

In Redebeiträgen erinnerten Schülerinnen und Schüler der Prälat-Diehl-Schule, Leistungskurs Geschichte, und Bürgermeister Rüddenklau an die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland und betonten, dass dieses düstere Kapitel der deutschen Geschichte Mahnung für alle sein müsse, damit Hass und Vorurteile keinen Platz in unserer demokratischen Gesellschaft haben. Ihre Appelle richteten sich an jeden, der für ein friedliches Miteinander eintritt und Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung verurteilt.