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Datum: 04.09.2026

Kreisstadt macht mit bei „Heimat shoppen“

Wie lebendig eine Innenstadt ist, über wie viele attraktive Geschäfte sie verfügt – das entscheiden Kundinnen und Kunden unmittelbar mit. Wer vor Ort kauft und nicht nur im Internet bestellt, trägt dazu bei, dass die eigene Heimatstadt auch weiter ein lohnendes Ziel für Besorgungen bleibt.

Die Kreisstadt Groß-Gerau steht vergleichsweise gut da, Leerstand gibt es hier kaum. Dennoch gilt es, die Werbetrommel zu rühren: Von Freitag, 11. September 2026, bis Samstag, 10. Oktober 2026, beteiligt sie sich deshalb an der Aktion „Heimat shoppen“. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Kreisstadt Groß-Gerau und des Gewerbevereins 1865 Groß-Gerau in Verbindung mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar.

Bei „Heimat shoppen“ geht es darum, den lokalen Handel und die örtliche Gastronomie in den Mittelpunkt zu rücken. Bei einem Pressetermin am Freitag auf dem Sandböhl stellten Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau, Wirtschaftsförderer Thorsten Eisenhofer, Gewerbevereins-Vorsitzender Jörg Leinekugel und Gewerbevereins-Geschäftsführer Michael Schleidt die Aktion im Detail vor.

Bürgermeister wirbt für Einkauf vor Ort

Rüddenklau warb dafür, in Groß-Gerau einzukaufen. Mit ihren vielen inhabergeführten Geschäften, Cafés und Gastronomiebetrieben lade die Stadt nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Verweilen ein. Groß-Gerau verfüge zudem über einen guten Branchenmix. „Das wird aber nur dann so bleiben, wenn das Angebot in Anspruch genommen wird.“ Lokale Händlerinnen und Händler unterstützten Vereine, zugleich besitze das Einkaufen vor Ort eine soziale Komponente und schaffe Begegnungen. Es lohne sich, im örtlichen Handel zu kaufen – auch mit Blick darauf, dass man älter und weniger mobil werde und dann Geschäfte in der eigenen Stadt benötige.

Die Innenstadt müsse auch mit dem Auto erreichbar sein, so Rüddenklau – und dies gegeben, wenngleich es manchmal anders dargestellt werde. „Allein im engeren Innenstadtbereich gibt es rund 500 Parkplätze.“

Knapp 30 Betriebe machen mit

Wirtschaftsförderer Thorsten Eisenhofer bezeichnete als eine zentrale Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Innenstadt attraktiv bleibe. An der Aktion „Heimat shoppen“ beteiligten sich bislang knapp 30 und damit mehr als die Hälfte der zentral gelegenen Geschäfte und Gastronomiebetriebe. Anmeldungen sind noch möglich.

Mit dem seit 15 Jahren existierenden Stadt- und Einkaufsgutschein „GG-Scheck“, der längst auch digital geworden, hätten Stadt und Gewerbeverein ein hervorragendes Instrument entwickelt, um Kaufkraft an Groß-Gerau zu binden, so Eisenhofer. Der Wochenmarkt mittwochs und samstags trage ebenfalls zur Belebung bei.

Attraktive Preise zu gewinnen

Wer in Groß-Gerau einkauft und essen geht, hat im Aktionszeitraum zugleich die Möglichkeit, sich attraktive Preise zu sichern. In teilnehmenden Läden und Gastronomiebetrieben sind Sammelkarten erhältlich, die die Überschrift „Deine Superpunkte für Groß-Gerau“ tragen. Wer etwas kauft oder konsumiert, erhält Aufkleber für die Sammelkarte. Neben dem Platz für den Sticker ist jeweils ein Begriff vermerkt. Kundinnen und Kunden können so zeigen, was sie an der Einkaufsstadt Groß-Gerau besonders schätzen – sei es nun Beratung, einfacher Umtausch oder die Nähe der Geschäfte. „Wir erhalten so zwar kein repräsentatives Ergebnis, aber doch ein Stimmungsbild“, sagt Gewerbevereins-Geschäftsführer Michael Schleidt.

Wer sechs Aufkleber beisammen hat, kann seine Sammelkarte am Empfang im Stadthaus (Am Marktplatz 1) abgeben und einen „GG-Scheck“ im Wert von fünf Euro erhalten. Das gilt, solange der Vorrat reicht. Insgesamt stehen 200 „GG-Schecks“ zu je fünf Euro zur Verfügung. „Außerdem gibt es Ende Oktober eine Verlosung, bei der Preise im Gesamtwert von 500 Euro zu gewinnen sind“, erklärt Schleidt. Abgabeschluss für die Sammelkarten ist am 16. Oktober.

Gewerbeverein betont kurze Wege und gute Beratung

Gewerbevereins-Vorsitzender Jörg Leinekugel betonte, dass die Geschäfte vor Ort Service und gute Beratung böten, bei Reklamationen seien die Wege kurz. „Bei uns bekommen Sie jemanden an die Leitung und landen nicht in einer Dauer-Warteschleife“, sagte er.

Aktuell sei die Konsumlaune aufgrund zahlreicher Krisen zwar etwas gedämpft, doch bleibe man zuversichtlich. Die Groß-Gerauer Innenstadt sei ein „Open-Air-Einkaufszentrum“, das einen Besuch immer lohne. Auch Veranstaltungen trügen zur Attraktivität bei. „In Groß-Gerau ist fast jedes Wochenende was los.“

Damit das so bleibt, heißt es jetzt: einkaufen, essen, Punkte sammeln. „Heimat shoppen“ eben.