Interkulturelle Wochen starten am 5. September
Von Samstag, 5. September, bis Samstag, 3. Oktober 2026, werden in Groß-Gerau die 22. Interkulturellen Wochen ausgerichtet. Dabei stehen Begegnungen, Dialog und das Kennenlernen anderer Perspektiven und Kulturen im Fokus. Organisiert werden sie vom Sozial- und Integrationsbüro der Kreisstadt Groß-Gerau und dem Evangelischen Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim gemeinsam mit vielen Kooperationspartnerinnen und -partnern. Ermöglicht werden sie auch durch die Unterstützung von Sponsorinnen und Sponsoren.
Zahlreiche Gruppen und Organisationen bringen ihre Vorstellungen zu interkulturellen Begegnungen und Integration bereits zum Eröffnungsfest am Samstag, 5. September, ab 11 Uhr auf dem Sandböhl ein. Vorgesehen sind Auftritte von Schülerinnen und Schülern, der städtischen Musikschule und von Sportvereinen. Dazu gibt es kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt.
Einsatz für Menschenwürde und Nächstenliebe
Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau unterstreicht die Bedeutung der Interkulturellen Wochen: „Gemeinsam setzen wir uns für Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt ein, für Demokratie und gegen Extremismus.“ Politisch wie gesellschaftlich stehe man vor der Herausforderung, zukunftsweisende Antworten auf komplexe Fragestellungen zu finden.
„Mit Stoff, Ideen und Kreativität – durch gemeinsames Tun Begegnung schaffen“: so lautet am Montag, 7. September, von 15 bis 16.30 Uhr der Titel eines Treffens im Haus Raiss (Frankfurter Straße 46). Einen Informationsstand der Migrationsberatungsstellen im Kreis gibt es am Mittwoch, 9. September, von 8.30 bis 14.30 Uhr vor dem Alten Amtsgericht in der Darmstädter Straße.
Podiumsdiskussion „Koran trifft Bibel“
Am Mittwoch, 16. September, um 18.15 Uhr geht es in einer interreligiösen Podiumsdiskussion „Koran trifft Bibel“ in der Bait-ul-Shakoor Moschee (Frankfurter Straße 136/Ahmadiyya-Gelände) darum, welche Impulse Koran und Bibel für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben geben. Eine Anmeldung bis 14. September per E-Mail ist erwünscht an ferhad.ghaffar@ahmadiyya.de.
Für Mittwoch, 23. September, lädt das Evangelische Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim um 19.30 Uhr zum Abrahamischen Forum zum Thema „Demokratie braucht Religion – Religion braucht Demokratie“ in die Evangelische Stadtkirchengemeinde Groß-Gerau ein.
Viele kulinarische Begegnungsangebote
Ein wichtiger Punkt der Interkulturellen Wochen ist das gemeinsame Kochen: Am Dienstag, 15. September, geht es mit „Hähnchenbiryani“ um die indisch-pakistanische Küche, ehe am Dienstag, 29. September, ein interkultureller Kochabend folgt. Anmeldungen für den indisch-pakistanischen Abend sind bis 9. September bei Amtul Jamil-Anwar (Telefon 0176-55206944) möglich, für den interkulturellen Kochabend bis 25. September bei Rita Bikim-Baneni (0177-5287586). Gekocht wird im Kochstudio der Kreisvolkshochschule (Wasserweg 2 in Groß-Gerau). Pro Abend wird ein Kostenbeitrag von 20 Euro für Speisen und Getränke eingesammelt.
Außerdem gibt es am Samstag, 12. September, um 16 Uhr im Jugendzentrum Anne Frank (Grüner Weg 5) ein internationales Grillbuffet für Klein und Groß; Essen und Getränke können als Beitrag mitgebracht werden. Ausrichter ist das Team von „Kaffee und Kakao“, einem Begegnungs- und Sprachprojekt des Sozial- und Integrationsbüro. Ein interkulturelles Frühstück ist für Mittwoch, 30. September, um 9 Uhr im Haus Raiss geplant.
Fairen Genuss und Spielespaß verspricht am Samstag, 12. September, von 9 bis 15 Uhr das Angebot „FAIR Day – FAIR Play“ des Weltladens Dornheim in der Alten Schule Dornheim (Gernsheimer Landstraße 1).
Erinnerung an verfolgte jüdische Mitbürgerinnen und -bürger
An das Schicksal der verfolgten und ermordeten ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger erinnert ein Aktionstag am Freitag, 11. September. Schülerinnen und Schüler der Luise-Büchner-Schule und des Prälat-Diehl-Gymnasiums sowie Konfirmandinnen und Konfirmanden werden Stolpersteine reinigen. Beginn ist um 8 Uhr an der Stadtkirche.
Am Sonntag, 13. September, geht es bei einer Radtour zu den Spuren jüdischer Stätten im Kreis Groß-Gerau. Treffpunkt zu der etwa 35 Kilometer langen Tour ist um 11 Uhr am Groß-Gerauer Bahnhof (Sudetenstraße). Das Mindestalter für die Teilnahme liegt bei 18 Jahren. Anmeldungen nehmen die „Omas gegen Rechts“ bis 7. September per E-Mail an omasgegenrechts.gg@gmail.com entgegen. Zudem werden am Dienstag, 15. September, um 15 Uhr die Begegnungsräume im Haus Raiss der jüdischen Familie Hirsch gewidmet.
Filmvorführungen im Kommunalen Kino
Zum Programm der Interkulturellen Wochen gehören unter anderem auch ein Stadtteilfest im Springberg (Samstag, 26. September), ein Interkulturelles Fußballturnier für Neun- bis Zwölfjährige (Sonntag, 27. September), eine Filmvorführung zur Kultur des nicaraguanischen Exils im Stadtmuseum (Donnerstag, 24. September) sowie mehrere Filmvorführungen des Kommunalen Kinos.
Das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) wird am Freitag, 2. Oktober, um 19 Uhr bei einem Vortrag im Haus Raiss beleuchtet, ehe zum Abschluss am Samstag, 3. Oktober, der Tag der offenen Moschee folgt.
Ausführliche Informationen und das komplette Programm zum Download gibt es auf der städtischen Webseite unter diesem Link sowie beim Evangelischen Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim unter diesem Link.