Trauer in der Kreisstadt: Bürgermeister a.D. Helmut Kinkel verstorben
Die Kreisstadt Groß-Gerau trauert um ihren ehemaligen Bürgermeister Helmut Kinkel. Sechs Jahre lang, von 2001 bis 2007, war der gebürtige Sossenheimer Rathauschef in Groß-Gerau. Nun ist Helmut Kinkel im Alter von 84 Jahren verstorben.
Bürgermeister Jörg Rüddenklau würdigt den Verstorbenen als „einen Amtsvorgänger, der große Fußstapfen hinterlassen hat und der den Groß-Gerauer Bürgerinnen und Bürgern sowie den Beschäftigten der Stadtverwaltung als unbürokratischer Macher, der etwas bewegen und unsere Stadt voranbringen wollte, in Erinnerung bleiben wird“. Wer sich auf einen Stadtspaziergang durch Groß-Gerau begebe, werde vielerorts an die Amtszeit von Helmut Kinkel erinnert, so Rüddenklau.
Zu Helmut Kinkels Projekten gehörten unter anderem die Umgestaltung der Frankfurter Straße sowie die Installation zahlreicher Figuren in der Kernstadt und den Stadtteilen zur Verschönerung des Stadtbilds, die er selbst gerne als „Hommage an die Bevölkerung“ bezeichnete. Auch der Erwerb der TV-Turnhalle und deren Nutzung als Stadthalle sowie die Neugestaltung des Stadtmuseums mit der Dauer-Römerausstellung, die unter anderem Funde der Grabungskampagnen Auf Esch zeigt, fielen in die Amtszeit von Helmut Kinkel. Weitere sechs Jahre als Bürgermeister blieben ihm aufgrund der damals noch geltenden Altersgrenze verwehrt.
Helmut Kinkel kam 1987 nach Groß-Gerau, wurde 1993 Stadtverordneter für die CDU, für die er 1995 für das Bürgermeisteramt kandidierte. Nach seinem Abschied von den Christdemokraten 1996 gründete Kinkel die Kommunale Bürgerinteressengemeinschaft (Kombi), als deren Kandidat er ins Groß-Gerauer Stadthaus einzog. 2011 stellte er sich politisch mit der Gründung der „Freie Wähler-Bürgerliste“ erneut neu auf.