Parkhaus an den Beruflichen Schulen eingeweiht
Das Parkhaus an den Beruflichen Schulen in Groß-Gerau ist fertiggestellt. Nachdem erst einmal das Treppenhaus stand und zunächst wie ein Solitär in den Himmel ragte, ging dann am Ende alles ganz schnell. Noch vor Beginn der Sommerferien wurde das Parkhaus eingeweiht, nach den Sommerferien soll es dann in Betrieb gehen. Ein paar wenige Restarbeiten sind bis dahin noch zu erledigen.
Die Autostellplätze stehen ab dem neuen Schuljahr Schülerinnen und Schülern der Beruflichen Schulen sowie Lehrkräften zur Verfügung. Es soll noch Gespräche darüber geben, ob und wie das Parkhaus eventuell außerhalb der Schulzeiten auch von anderen genutzt werden kann – etwa bei Veranstaltungen in der Kreissporthalle.
Schulleiterin Sabine Kämpf, Landrat Thomas Will, Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau und Claus Albrecht, Geschäftsführer Südwest des Generalunternehmens Goldbeck, durchtrennten das Flatterband, das an der Zu- und Ausfahrt des Parkhauses an der Sudetenstraße gespannt war. Von der Darmstädter Straße aus sind keine Ein- und Ausfahrt möglich.
Reine Bauzeit von etwas mehr als einem halben Jahr
Baubeginn war am 11. November 2025. Ein gutes halbes Jahr später stehen auf vier Geschossen und sechs Ebenen 210 Stellplätze zur Verfügung – 185 davon im Parkhaus, 25 kommen im Außenbereich hinzu. Landrat Thomas Will erinnerte vor den Gästen – unter ihnen Architekten, Vertreterinnen und Vertreter der Schule, der Stadt und der Kreisverwaltung – an die Vorgeschichte des Baus. Das Parkhaus war Voraussetzung für die weitere Modernisierung und den Neubau an den Beruflichen Schulen, damit der Parkdruck rund um BSGG, Kreissporthalle und Gästehaus der Gerüstbauer am Wasserturm nicht noch größer wird.
Der Bau des Parkhauses hatte sich nach den Abbrucharbeiten der zuvor dort stehenden Gebäude im März 2025 zunächst verzögert, weil im Untergrund historische Wehrmachtsgeräte gefunden wurden, mit denen niemand gerechnet hatte. Außerdem war eine Neuordnung der Versorgungsleitungen auf dem Gelände nötig. Insgesamt wurde der Bau jedoch fristgerecht und im Kostenrahmen fertiggestellt. Das Projekt kostete rund 4,3 Millionen Euro. Finanziert wird es vom Kreis Groß-Gerau.
Nachhaltige Gestaltung mit Begrünung und Fotovoltaik
Landrat Will wie auch Goldbeck-Geschäftsführer Claus Albrecht betonten die gute Zusammenarbeit bei der Ausführung des Neubaus und die nachhaltigen Lösungen wie Gründach, Fassadenbegrünung, Regenwasserversickerung über Rigolen und die Vorrüstung für die geplanten E-Ladestationen. Auch eine Fotovoltaik-Anlage soll noch aufs Dach.
Schulleiterin Sabine Kämpf äußerte die Hoffnung, dass es bald auch mit Neubau und Erweiterung der Beruflichen Schulen vorangeht. „Wir freuen uns auf schöne Räume für unser neues pädagogisches Konzept“, sagte sie. Dass ein Schulträger Schulen so unterstütze wie der Kreis Groß-Gerau und für Landrat Will die Pädagogik immer im Vordergrund stehe, sei keine Selbstverständlichkeit.
Entlastung für Anwohnerinnen und Anwohner
Auch Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau bezeichnete es als „richtig, in Bildung zu investieren“. Ein moderner Schulstandort sei auch wichtig für die Stadt. Rüddenklau lobte zugleich die Zusammenarbeit mit dem Kreis.
Die Stadt hatte darauf gedrungen, dass vor der Erweiterung der Schule eine Lösung für den enormen Parkdruck im Bereich der Sudetenstraße gefunden wird. „Das Parkhaus wird die Situation für Anliegerinnen und Anlieger entlasten“, war Rüddenklau sich sicher.