Gelungenes Sommerfest im Haus Raiss
Wenn die Städtische Seniorenarbeit Groß-Gerau zum Sommerfest ruft, dann ist zweierlei garantiert: ein voll besetzter Hof im Haus Raiss und beste Stimmung. Über den Nachmittag hinweg kamen am Mittwoch mehr als 250 Besucherinnen und Besucher in die Frankfurter Straße 46, um bei viel Musik, Kreativangeboten, Kaffee und Kuchen sowie leckeren Snacks von Mirogh-Catering ein paar frohe Stunden zu verleben.
Ursprünglich war das Sommerfest für den 24. Juni geplant gewesen, wurde damals aber angesichts von Temperaturen nah an der 40-Grad-Marke verschoben. Wie richtig das war, zeigte sich am Mittwoch. Es war warm, aber nicht zu heiß, es blieb trocken, und auch die Sonne blitzte immer wieder auf – die Gäste fühlten sich sichtlich wohl.
Rund 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz
Möglich wurde das Fest dank des Einsatzes des Teams der Seniorenarbeit und von rund 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, auch das Programm wurde rein ehrenamtlich gestaltet. Diesen Aspekt strich Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau bei seiner kurzen Ansprache heraus: „Wenn man gemeinsam etwas tut, wird es gut“, ging sein Dank an alle, die sich engagierten. Eingangs hatte die Erste Stadträtin Susanne Theisen-Canibol die Seniorinnen und Senioren begrüßt.
Das Motto für das Fest lautete in diesem Jahr „Buntes Haus“. Damit wurde Bezug darauf genommen, dass im Haus Raiss Vielfalt gelebt wird, ganz unterschiedliche Gruppen es nutzen und jede Menge Angebote unterbreiten. Seit diesem Jahr ist im Haus Raiss auch das Sozial- und Integrationsbüro untergebracht, das sich ebenfalls beteiligte.
Tina Schwarze-Altmann von der Städtischen Seniorenarbeit führte wieder gekonnt durch den Nachmittag. Sie zeigte sich ebenso wie Stephan Friedl, Leiter des Fachbereichs Gesellschaft, Kultur und Soziales, und dessen Stellvertreterin Brigitte Keese zufrieden mit dem Sommerfest. „Es ist schön, dass es so gut angenommen wird“, sagte Schwarze-Altmann. Als sie die Helferinnen und Helfer zum gemeinsamen Erinnerungsfoto rief, waren es so viele, dass sie kaum aufs Bild passten.
„Fidele Ukulelen“ laden zum Mitsingen ein
Für Musik sorgten unter anderem die „Fidelen Ukulelen“ um Reinhard Schindler. Mit Songs wie „Schön war die Zeit“ von Freddy Quinn, „Seemann, lass das Träumen“ von Lolita oder „Marina“ oder „Marina“ von Rocco Granata luden sie zum Schunkeln und Mitsingen ein, auch Stadtrat Günter Bertrams alias „DJ Günter“ ließ mit seiner Musikauswahl ebenso Erinnerungen aufleben wie Annegret Surakul vom „Musikalischen Nachmittag“.
Die Omas gegen Rechts ließen Werbeslogans raten, während Lebrecht Viebahn Senior Erläuterungen zur Groß-Gerauer Geschichte und zur Mode um 1750 gab.
Auch künstlerisch konnten die Gäste tätig werden: Bei der Gruppe „Die Kreativen“ um Susanna Willms durften Steine bemalt werden, die Seniorenarbeit bot „Zaunbeflechten“ an.
Jede Menge Info-Stände im Hof aufgebaut
Dazu gab es etliche Info-Stände und weitere Aktionen. Die Alzheimer-Gesellschaft und die Parkinson-Selbsthilfegruppe waren ebenso vertreten wie der Ü-60-Treff mit einem Flohmarkt für Tücher und Taschen, die Omas gegen Rechts und das Sozial- und Integrationsbüro, das zur Fotoaktion „Gesicht zeigen“ eingeladen hatte und damit für Demokratie und ein gutes Miteinander warb. Auch über Gedächtnistraining wurde informiert – und wer bei der Standrallye mitmachte, konnte mit etwas Glück sogar einen Preis gewinnen.
Um das Kuchenbuffet kümmerte sich die Generationenhilfe, den Sanitätsdienst übernahm die DLRG-Ortsgruppe Groß-Gerau.
Für alle Helferinnen und Helfer, die auch hinter den Kulissen kräftig anpackten, bedeutete das Fest viel Arbeit. Wer aber in die vielen zufriedenen Gesichter schaute, der wusste: die Mühe hat sich gelohnt.