Tausende Gäste beim Kreisbauernmarkt
Der Kreisbauernmarkt am Sonntag, 4. Oktober 2026, hat tausende Besucherinnen und Besucher nach Groß-Gerau gelockt. Nicht nur auf dem Marktplatz, auch in der Innenstadt war einiges los. Viele nutzten den verkaufsoffenen Sonntag, um sich mit einer Jacke oder anderen Dingen für die bevorstehende kalte Jahreszeit einzudecken. Und da die Aktion „Heimat shoppen“, mit der für den lokalen Einzelhandel geworben wird, noch bis zum 10. Oktober läuft, konnten nebenbei auch noch Punkte gesammelt werden, um einen „GG Scheck“ zu erhalten und an der Schlussverlosung teilnehmen zu dürfen.
Im Mittelpunkt aber stand natürlich etwas völlig anderes. Der Herbst hat wieder eine reiche Ernte beschert – und so waren die saisonalen landwirtschaftlichen Produkte aus der Region die Stars beim Kreisbauernmarkt. Kohlköpfe, Wirsing, Sellerie, Lauch, Blumenkohl, Kohlrabi, Karotten und Kartoffeln bildeten nur eine kleine Auswahl all dessen, was beim Kreisbauernmarkt zu haben war und von den Standbeschickerinnen und -beschickern appetitlich in Szene gesetzt wurde. Kein Wunder, dass die Kundinnen und Kunden beherzt zugriffen.
Kürbisse gab es sowohl für die Küche als auch liebevoll verziert als schöne Deko für Zuhause – ein echter Hingucker. Knackige Äpfel, frische duftende Brote, Fisch, Fleisch und Wurstwaren, Honig und Liköre: Wer sich am Abend am eigenen Herd etwas Leckeres zubereiten wollte, der hatte beim Kreisbauernmarkt unter dem Motto „Appetit auf Region“ wahrlich die „Qual der Wahl“. Unter anderem waren auch noch Blumen und Gewürze erhältlich, für das leibliche Wohl wurde mit Kürbissuppe, einer Gemüsepfanne, Bratwurst oder Fischspezialitäten gesorgt.
„In Groß-Gerau geht auch in Zeiten knapper Kassen was“
Zum Kreisbauernmarkt, bei dem das Wetter bestens mitspielte, hatten der Regionalbauernverband Starkenburg und der Bezirkslandfrauenverein Groß-Gerau in Zusammenarbeit mit der Stadt Groß-Gerau, dem dortigen Gewerbeverein und der Kreisverwaltung eingeladen. Bei der offiziellen Eröffnung auf dem Marktplatz betonte Landrat Thomas Will, dass hier lauter Produkte erhältlich seien, die keine langen Transportwege hinter sich hätten und entsprechend frisch seien. „Der Kreisbauernmarkt ist auch ein Schaufenster für das, was in der Region produziert wird“, sagte er.
Die Idee zum Kreisbauernmarkt, der am Sonntag seine 26. Auflage erlebte, war Ende der neunziger Jahre unter Wills Vorgänger Enno Siehr entstanden, der ebenfalls zur Eröffnung gekommen war. Auch sonst war die Dichte an politischer Prominenz groß, die Kreisstadt war beispielsweise mit Stadtverordnetenvorsteherin Julia Hartmann vertreten.
Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau ermunterte dazu, auch den verkaufsoffenen Sonntag zu nutzen. „In Groß-Gerau geht auch in Zeiten knapper Kassen was. Hier wird viel geboten“, erklärte er. In Vertretung des Regionalbauernverbands-Vorsitzenden Hans Trumpfheller begrüßte Horst Müller die Gäste bei strahlendem Sonnenschein, und Christina Friedrich, die neue Vorsitzende der Bezirkslandfrauen, befand: „Das Angebot ist so vielfältig wie der Kreis.“
Bauernhoftiere als Anziehungspunkt für Kinder
Einen besonderen Anziehungspunkt vor allem für Kinder bildeten die Bauernhoftiere wie Schafe, Gänse und Hühner. Und ganz besonders strahlte, wer von Eltern, Großeltern oder Onkel und Tanten eine Runde Ponyreiten ausgegeben bekam. Am Nachmittag waren zudem die Kettcars des Spielmobils des Vereins Auszeit sehr begehrt. Um eine große Fläche zum Spielen zu haben, war die Straße Am Marktplatz eigens gesperrt worden.
Eine Attraktion, die bei keinem Kreisbauernmarkt fehlen darf, bildet die Riesenkuchentheke der Landfrauen im Stadtmuseum. Die Sitzplätze im Landfrauencafé waren ähnlich begehrt wie die verführerisch in der Auslage liegenden Torten, Obst- und Sandkuchen. Rund 125 Kuchen und Torten hatten die Landfrauen gebacken – gegen 16 Uhr waren nur noch ein paar Reste übrig, ansonsten hieß es: ausverkauft.
Praktisch vollständig besetzt waren ab dem Mittag auch die Bänke vor der großen Bühne am Marktplatz. Der Musikzug des FC Germania Leeheim bot dort von 12 bis 14 Uhr ein buntes Potpourri auch moderner Lieder, ehe die „Hessenschnicker“ – das ist die Volkstanzgruppe der Landfrauen – das Publikum begeisterte. Der Nachmittag gehörte dann dem Blasorchester der TSG Worfelden, das mit seinem Auftritt wie der Leeheimer Musikzug überzeugte und erst nach einer Zugabe von der Bühne durfte.
Der Kreisbauernmarkt 2026 mit seiner beachtlichen Resonanz hat ein Prädikat verdient: rundum gelungen.