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Datum: 17.07.2025

Tradition trifft Zukunft: Malergeschäft Seibert in vierter Generation familiengeführt

Im Rahmen eines Unternehmensbesuchs informierten sich Bürgermeister Jörg Rüddenklau sowie der städtische Wirtschaftsförderer Sebastian Hauf gemeinsam mit Landrat Thomas Will und dem Fachdienstleiter der Wirtschaftsförderung des Kreises Jonas Margraff, über die Entwicklung und Perspektiven des Malergeschäfts Seibert, einem der traditionsreichsten Handwerksbetriebe in Groß-Gerau.

Seit über 75 Jahren steht der Name Seibert in Groß-Gerau für Qualität, Zuverlässigkeit und Kompetenz im Maler- und Lackiererhandwerk. Gegründet im Jahr 1948 von Philipp Seibert in der Helwigstraße, wird das Unternehmen heute in vierter Generation von Marcus Seibert geführt.

Mit inzwischen 12 Gesellen, 4 Auszubildenden und 4 Bürokräften zählt das Unternehmen zu den größten Malerbetrieben im Kreis Groß-Gerau. 2014 bezog der Betrieb moderne Geschäftsräume in der Breslauer Straße 7 und bietet umfassende Leistungen von Fassadengestaltung über Trockenbau bis hin zu hochwertigen Bodenarbeiten.

„Das Handwerk ist ein zentraler Bestandteil unserer städtischen Wirtschaft und unseres Alltags. Umso mehr freut es mich, dass das Unternehmen Seibert seit nunmehr vier Generationen für Beständigkeit, Qualität und Ausbildung in unserer Stadt steht. Wir sind stolz, ein solches Familienunternehmen in Groß-Gerau zu haben“, so Bürgermeister Jörg Rüddenklau.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen für das Handwerk – insbesondere im Bereich der Ausbildung – ist das Unternehmen stabil aufgestellt. Die Auslastung ist bis in den November hinein gesichert, und das Team besteht zum großen Teil aus selbst ausgebildeten Fachkräften. Viele Mitarbeitende sind dem Unternehmen seit Jahren treu.

„Wir haben früh den Fokus auf Privatkunden und Renovierungsarbeiten gelegt – das war im Rückblick genau richtig. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten setzen unsere Stammkunden auf Qualität und Verlässlichkeit. Wir merken auch, dass immer weniger Menschen selbst renovieren möchten – hier ist unser Know-how gefragter denn je“, erklärt Geschäftsführer Marcus Seibert.

Etwa 90 Prozent der Kundschaft sind Eigentümer aus Groß-Gerau und dem Umland bis hin nach Darmstadt und Frankfurt. Die Nachfrage ist hoch, die Auftragslage solide – dennoch bereitet die Ausbildungssituation Sorgen: Sofern zwei Jahre in Folge die Berufsschule Groß-Gerau die Mindestanzahl von 12 Auszubildenden im Maler- und Lackierbetrieb nicht erreicht, fällt zukünftig die lokale Ausbildungsmöglichkeit weg.

Mit dem Engagement für Nachwuchs, übertariflicher Bezahlung ist das Malergeschäft ein Paradebeispiel, wie Tradition und Zukunft im Handwerk erfolgreich verbunden werden können.