Stadtparlament konstituiert sich am Dienstag
Die Groß-Gerauer Stadtverordnetenversammlung kommt am Dienstag, 28. April 2026, zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Die öffentliche Sitzung in der Stadthalle (Jahnstraße 14) beginnt um 18 Uhr.
Bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 war die CDU mit 31,9 Prozent stärkste Kraft geworden. Dahinter folgten die SPD (27,99 Prozent), die Freien Wähler (13,21), die Grünen (12,77), die Linke (6,54), die Kombi-FWG (4,76) und die FDP (2,83).
Die 37 Sitze in der neuen Stadtverordnetenversammlung verteilen sich wie folgt: CDU (12), SPD (10), Freie Wähler (5), Grüne (5), Linke (2), Kombi-FWG (2) und FDP (1).
Bürgermeister Jörg Rüddenklau (SPD) wird die konstituierende Sitzung eröffnen und die Sitzungsleitung dann an dasjenige Mitglied des Parlaments abgeben, das der Stadtverordnetenversammlung am längsten ohne Unterbrechung angehört. Nach Feststellung des Gremienbüros ist das der frühere CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Hartmann. Er wirkt seit 1993 als Stadtverordneter in Groß-Gerau.
Einen Wechsel wird es im Vorsitz der Stadtverordnetenversammlung geben. Christian Wieser (CDU), der von 2011 bis 2016 und 2021 bis 2026 die Sitzungen leitete, hatte bereits vor Längerem angekündigt, die Aufgabe in andere Hände zu legen. Er gehört dem neuen Parlament auch nicht mehr an.
Das Vorschlagsrecht für den Posten steht traditionell der größten Fraktion zu. Die CDU hat dafür bereits ihre ehemalige Stadtverbandsvorsitzende Julia Hartmann nominiert. Im Falle ihrer Wahl wäre sie die erste Stadtverordnetenvorsteherin in Groß-Gerau.
Entscheiden muss das Parlament außerdem über die Gültigkeit der Kommunalwahl, dies gilt jedoch als Formsache. Zu besetzen sind außerdem jede Menge Posten in Verbänden und Kommissionen.
Außerdem befassen sich die Stadtverordneten mit der Besetzung des Magistrats sowie der Neufassung von Hauptsatzung und Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung.