Europa-Union: Begeisternde Schau im Stadtmuseum
Beeindruckende Werke von Schülerinnen und Schülern sind noch bis Mittwoch, 10. Juni 2026, im Groß-Gerauer Stadtmuseum (Am Marktplatz 3) zu sehen. Gezeigt werden Beiträge zum 73. Europäischen Wettbewerb, der das Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ trägt.
Das Themenspektrum ist ebenso breit wie die Altersspanne der jungen Künstlerinnen und Künstler: Von der Grundschule über die Mittel- bis hin zur Oberstufe sind alle Altersklassen vertreten. Die Wanderausstellung zum hessischen Landeswettbewerb wird von Zeichnungen, Aquarellen und Collagen geprägt. Es findet sich aber auch eine geschickt gestaltete Zeitungsseite zum Thema Märchen unter den Beiträgen.
Individuelle Termine für Klassen und Gruppen sind möglich
Zu sehen sein wird die Schau bis Mittwoch, 10. Juni 2026. Das Stadtmuseum hat sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Für Gruppen und Schulklassen sind individuelle Termine möglich. Vereinbart werden können sie mit dem Amt für Gesellschaft, Kultur und Soziales der Kreisstadt Groß-Gerau (Telefon 06152-7164000, E-Mail kulturamt@gross-gerau.de).
Die Europa-Union Groß-Gerau, die sich als überparteiliche, überkonfessionelle und unabhängige politische Nichtregierungsorganisation für ein föderales Europa einsetzt, die hat die Wanderausstellung gemeinsam mit den Jungen Europäischen Föderalisten nach Groß-Gerau geholt, die Stadt und der Förderverein Stadtmuseum und Kultur unterstützten.
Was bedeuten Rechte für Kinder und Jugendliche?
„Was bedeuten Rechte für Kinder und Jugendliche? Wo sehen sie Herausforderungen, wo Chancen?“, rückte Ute Wiegand-Fleischhacker, Vorsitzende der Europa-Union Groß-Gerau, eine zentrale Frage in den Mittelpunkt.
Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau hob hervor, wie wichtig es sei, sich mit Demokratie und politischer Bildung zu beschäftigen. „Ich wünsche mir einen besseren Umgang mit unserer Demokratie“, sagte er.
Stadtverordnetenvorsteherin Julia Hartmann erklärte bei der Vernissage: „Es ist toll, dass die junge Generation gehört wird.“
Klaus Meinke, Vorsitzender des Fördervereins Stadtmuseum und Kultur, bezeichnete das vereinte Europa als „das größte Friedensprojekt, das wir in der Welt haben“.
Deutschlandweit fast 75.000 Schülerinnen und Schüler dabei
Am 73. Europäischen Wettbewerb hatten sich knapp 75.000 Schülerinnen und Schüler aus rund 1300 Schulen beteiligt. Aus dem Kreis Groß-Gerau waren es vier Klassen der Bertha-von-Suttner-Schule aus Mörfelden-Walldorf, die Grundschule Königstädten, eine Integrationsklasse der Alexander-von-Humboldt-Schule Rüsselsheim und das Gymnasium Gernsheim. Eine regionale Siegerehrung ist für den 16. Juni 2026 im Landratsamt geplant.
Die Grundschulen beschäftigten sich mit den Themen „Konferenz der Tiere“, „Mission Saubere Umwelt“ und „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“, die Jahrgangsstufen 5 bis 7 mit „Kinderrechte – (k)ein Märchen?“, „Respekt!“ und „Lebendige Menschenrechte in Europa“.
Für die Klassen 8 bis 10 standen die Einzigartigkeit eines jeden Menschen („Hier bin ich Mensch – hier darf ich’s sein“), Meinungsfreiheit („Klare Stimme – offenes Ohr“) und „Gewalt ist keine Option!“ im Zentrum. Für die Oberstufe lauteten die Themen „Heißer Planet – schrumpfende Rechte?“, „Die Gedanken sind frei…“ und „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“.
Eindrucksvolle künstlerische Umsetzung
In der Schau werden diese Fragestellungen eindrucksvoll umgesetzt. Da heißt es beispielsweise „Fäuste sollten Blumen halten“, oder, mit Blick den Klimawandel, „Pressefreiheit nur bis 38 Grad?“.
Ein Bild zeigt einen Eisbären vor einem Flammenmeer, ein anderes ergänzt Edward Hoppers ikonisches Gemälde „Nighthawks“ („Nachtschwärmer“) um eine offensichtlich obdachlose Person vor dem Café. Was passiert, wenn die KI für einen zu denken beginnt? Auch dies wird künstlerisch aufgegriffen.
Mithilfe von QR-Codes ist es möglich, mehr darüber zu erfahren, was die jungen Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken zeigen wollen und wie sie vorgegangen sind.