Ausschüsse setzen Haushaltsberatungen fort
Die Ausschüsse des Groß-Gerauer Stadtparlaments setzen in dieser Woche die Beratungen über den Haushalt für das Jahr 2026 fort. Nachdem die Stadtverordneten den ursprünglichen Entwurf im Dezember 2025 mehrheitlich abgelehnt hatten, hatte Bürgermeister Jörg Rüddenklau am 26. Mai 2026 in der Stadtverordnetenversammlung eine überarbeitete Fassung vorgelegt.
Die neue Version sah im Ergebnishaushalt bei Einnahmen von 92,32 und Aufwendungen von 100,78 Millionen Euro ein Defizit von 8,46 Millionen Euro vor. Im Entwurf war eine vom Magistrat vorgeschlagene Erhöhung der Grundsteuer B von 850 auf 1080 Punkte, die 2,4 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen gebracht hätte, bereits berücksichtigt. Die rückwirkende Erhöhung der Grundsteuer B ab 1. Januar 2026 haben CDU, Freie Wähler, Kombi-FWG und Linke im Stadtparlament am 11. Juni 2026 jedoch abgelehnt. Ihren 16 Stimmen standen 13 Ja-Stimmen von SPD und Grünen gegenüber.
Anträge zu Kindertagesstätten
Am Dienstag, 16. Juni 2026, tagt nun um 19 Uhr im Stadtmuseum (Am Marktplatz 3) der Sozial-, Familien-, Jugend-, Kinder- und Kindertagesstättenausschuss (SoFJ). Neben dem Haushalt stehen hier auch Anträge zum Thema Kindertagesstätten auf der Agenda. Die Grünen fordern die Wiederherstellung von Nachmittagsbetreuung, Frühstücksangebot und Geschwisterrabatt, die CDU will eine Entlastung der Familien von Einschulungskindern.
Tags darauf berät am Mittwoch, 17. Juni 2026, der Finanz-, Digital- und Organisationsausschuss (FiDO), ebenfalls um 19 Uhr im Stadtmuseum. Er hat eine äußerst umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Der Haushalt steht auch hier auf der Tagesordnung. Darüber hinaus geht es um die Bildung eines Seniorenbeirats und die dazugehörige Satzung. Weitere Themen sind unter anderem die Neufassung von Haupt- und Entschädigungssatzung sowie der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung und der Entschädigungssatzung.
Auch städtische Gärten auf der Agenda
Auch das Dorfgemeinschaftshaus Berkach, eine Anpassung der Pachtpreise für städtische Gärten und Maßnahmen im Rahmen des Hessischen Infrastrukturförderungsgesetzes werden behandelt. Die Grünen wollen den Betrieb von Mährobotern in den Nachtstunden möglichst untersagt sehen, die CDU spricht sich in einem Änderungsantrag stattdessen für eine Informationskampagne aus. Überdies plädiert die CDU dafür, eine Interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Forderungsmanagement zu forcieren.
Die Ausschüsse tagen öffentlich. Die Stadtverordnetenversammlung folgt am Dienstag, 23. Juni 2026, um 19 Uhr in der Dornheimer Riedhalle (Am Sportfeld 1).