Tipps für heiße Tage I – Ernährung
Auf Deutschland und das Rhein-Main-Gebiet rollt in den nächsten Tagen eine Hitzewelle zu. Für Freitag und Samstag werden Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius erwartet, die gefühlte Temperatur wird bei über 40 Grad liegen. Auch in den Tagen darauf soll es heiß bleiben, für Ende Juni/Anfang Juli 2026 werden erneut Werte nahe der 40-Grad-Marke prognostiziert.
Eine einheitliche internationale Definition einer Hitzewelle gibt es zwar nicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von ihr, sobald die Temperatur an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen über 28 Grad Celsius liegt.
Belastung für den Organismus
Für den menschlichen Organismus ist die Anpassung an eine warme Umgebung eine Belastung für Herz und Kreislauf. Hitze kann zudem den Schlaf beeinträchtigen und das psychische Wohlbefinden vermindern.
Mit ein paar Tricks aber kann man die Belastung zumindest reduzieren. Groß-Geraus Klimamanagerin Priska Kramer hat deshalb einige Tipps zusammengestellt, mit denen man besser durch die heißen Tage kommen kann. „Zum Glück haben wir die Möglichkeit, durch unser eigenes Verhalten gegenzusteuern“, sagt sie.
Ganz wichtig: ausreichend trinken
Im ersten Teil einer kleinen Serie geht es ums Thema Ernährung. „Ganz wichtig ist es, genügend zu trinken“, erklärt Kramer. Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt, dem Körper täglich mindestens anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit zuzuführen.
Über den Tag verteilt sollten am besten Wasser, Saftschorlen und ungesüßte Früchte- und Kräutertees getrunken werden. Flüssigkeit kann man auch über wasserhaltige Lebensmittel (zum Beispiel Wassermelonen, Erdbeeren, Gurken, Blattsalate, Tomaten, Pilze) zu sich nehmen.
Auf Getränke mit Alkohol, Koffein oder viel Zucker sollte möglichst verzichtet werden, weil diese den Körper austrocknen können. Auch sehr kalte Getränke sollten vermieden werden, da sie Magenbeschwerden hervorrufen können.
Auf Seniorinnen und Senioren achten
Für ältere Menschen ergeben sich höhere Risiken, da das Herz-Kreislauf-System die Wärme nicht mehr so gut zur Körperoberfläche transportieren kann. Auch die Fähigkeit zu schwitzen sowie das Durstempfinden nehmen ab. Daher sollten Angehörige nach Möglichkeit darauf achten, dass Seniorinnen und Senioren genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.
Auf schwere Mahlzeiten verzichten
Auch mit der richtigen Ernährung lässt sich der Hitze begegnen. „Meiden Sie schwere, kalorienreiche Mahlzeiten, da sie die Wärmeproduktion des Körpers erhöhen und den Kreislauf belasten“, empfiehlt Kramer.
Schweinebraten mit Klößen oder auch ein mit Käse überbackener Nudelauflauf mit viel Sahne sind an heißen Tagen sicher nicht die beste Wahl. Besser ist es, über den Tag verteilt mehrere kleine leichte Mahlzeiten (Salate und wasserreiches Obst und Gemüse wie beispielsweise Gurken, Tomaten, Erdbeeren, Melonen) zu sich zu nehmen.