Wetterdienst warnt vor Waldbrandgefahr
Der Deutsche Wetterdienst warnt für Südhessen vor hoher Waldbrandgefahr: Aktuell gilt hier Warnstufe 4 – das bedeutet eine hohe Gefahr. Da für die nächsten Tage weiterhin Temperaturen von 35 Grad und mehr erwartet werden, könnte zum Wochenende sogar die höchste Gefahrenstufe erreicht sein.
Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, sich umsichtig zu verhalten. „Bitte helfen Sie mit, Waldbrände zu verhindern. Wie so etwas ausgehen kann, haben wir 2020 in Walldorf gesehen.“ In Walldorf brannten seinerzeit nördlich des Gundhofs 19 Hektar Wald – das entspricht etwa 27 Fußballfeldern. Damals waren die Feuerwehren mehrere Tage im Einsatz, bis sie das Feuer gelöscht hatten.
Im oder am Wald sollte aktuell auf keinen Fall geraucht werden. Zigarettenkippen sollten nicht aus dem Auto geworfen, Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Flächen abgestellt werden: Heiße Auspuffanlagen oder Katalysatoren können den trockenen Untergrund entzünden.
Außengrillplätze sind gesperrt
Offenes Feuer, Fackeln und ähnliche offene Flammen können eine erhebliche Gefahr darstellen. Die Stadt hat deshalb die Außengrillplätze am Niederwaldsee gesperrt. Grillen ist nur in der Grillhütte erlaubt.
Auf den Friedhöfen in der Klein-Gerauer Straße, in der Waldstraße, in Berkach, Dornheim und Wallerstädten hat die Friedhofsverwaltung aufgrund der anhaltenden Trockenheit ein Verbot von offenen Grablichtern und Kerzen ausgesprochen. Die Unkrautvernichtung mittels Feuer ist ebenfalls strengstens untersagt. Auf dem Friedhof in der Klein-Gerauer Straße hatte es Ende Mai bereits gebrannt. Elektrische beziehungsweise LED-Kerzen bleiben weiterhin gestattet.
Flaschen und Glasscherben gehören nicht in den Wald
Auch wenn der Brennglas-Effekt selten ist: Flaschen und Glasscherben gehören nicht in den Wald. Die Stadt bittet zudem darum, auf den Friedhöfen auf Glasbehälter und sonstige Grabausstattung aus Glas zu verzichten.
Fehlende Niederschläge und anhaltende Trockenheit führen dazu, dass die oberen Bodenschichten ausgetrocknet sind. Trockene Blätter, Nadeln und dürre Äste liefern reichlich Brennmaterial. Waldbrände entstehen nur selten durch natürliche Ursachen, die meisten sind menschengemacht und damit vermeidbar.
Daher dankt die Stadt Groß-Gerau schon jetzt für Verständnis und Rücksichtnahme der Bürgerinnen und Bürger.