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Datum: 25.06.2026

Tipps für heiße Tage III - Aufenthalte im Freien

Die momentane Hitzewelle hat das Rhein-Main-Gebiet und Groß-Gerau weiter fest im Griff. Nachdem das Thermometer am 19. und 20. Juni 2026 auf mehr als 35 Grad Celsius geklettert war, blieb die Tageshöchsttemperatur zuletzt kaum einmal unter 30 Grad. Für Ende Juni/Anfang Juli werden sogar Werte nahe der 40-Grad-Marke vorhergesagt.

Eine einheitliche internationale Definition einer Hitzewelle gibt es zwar nicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von ihr, sobald die Temperatur an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen über 28 Grad Celsius liegt.

Belastung für Herz und Kreislauf

Der menschliche Organismus kann sich zwar an hohe Temperaturen anpassen, doch bedeutet dies eine Belastung für den Organismus, insbesondere für das Herz-Kreislauf-System. Hitze kann zudem den Schlaf beeinträchtigen und das psychische Wohlbefinden vermindern.

Mit ein paar Tricks aber kann man die Belastung zumindest reduzieren. Groß-Geraus Klimamanagerin Priska Kramer hat deshalb einige Tipps zusammengestellt, mit denen man besser durch die heißen Tage kommen kann. „Zum Glück haben wir die Möglichkeit, durch unser eigenes Verhalten gegenzusteuern“, sagt sie.

Nachdem in den ersten Teilen unserer kleinen Serie die Themen Ernährung und Wohnen im Blickpunkt standen, geht es nun um Aufenthalte im Freien.

Mittagszeit am besten nicht draußen verbringen

Bei hohen Temperaturen sollte direkte Sonneneinstrahlung so weit wie möglich vermieden werden. „Bleiben Sie in der Mittagszeit am besten im Inneren von Gebäuden oder im Schatten“, rät Groß-Geraus Klimamanagerin.

Aktivitäten im Freien sollten möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Starke körperliche Belastungen gilt es zu vermeiden, Kinder sollten zwischen 11 und 15 Uhr nicht im Freien spielen. Bei sehr hohen Temperaturen ist auch am Nachmittag Vorsicht geboten.

Wer draußen unterwegs ist, sollte seine Haut mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor vor zu viel UV-Strahlung durch die Sonne schützen. Auch eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille sind zu empfehlen.

Kleinkinder sollten unbedingt eine Kopfbedeckung tragen

Kleinkinder sollten an heißen Sommertagen im Freien unbedingt eine luftdurchlässige Kopfbedeckung tragen.

Außerdem sollten sie häufig in kleinen Mengen trinken, denn die Gefahr auszutrocknen ist größer als bei einem gesunden Erwachsenen.

Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass das System der Wärmeregulation bei Säuglingen und kleinen Kindern noch nicht ausgereift ist. Ihre Körperoberfläche ist in Relation zur Masse größer als bei Erwachsenen, zudem ist die Schweißdrüsenfunktion noch gering. Daher steigt ihre Körpertemperatur bei Hitze schnell an, sodass sie bei Hitze in besonderem Maß geschützt werden müssen.