Sprungziele
Hauptmenü
Inhalt

Viele Ideen für Veranstaltungen bei Vereinstreffen

Die Stadtverwaltung und der Gewerbeverein haben zusammen mit Vereinen nach Möglichkeiten gesucht, Veranstaltungen in Zeiten knapper Kassen durchzuführen.

In Zeiten knapper Kassen, vor allem aber ohne genehmigten Haushalt sind der Stadt Groß-Gerau bei den freiwilligen Ausgaben die Hände gebunden: Feste wie die „Nacht der Sinne“ oder das „Frühlingserwachen“ müssen abgesagt werden, Veranstaltungen wie das Open-Air-Kino oder die Reihe „GG LOKAL“ sind nur dank Unterstützung von Sponsorinnen und Sponsoren, lokalen Unternehmen und Vereinen, wie zum Beispiel dem Lichtspielhaus und dem Kulturcaféverein, möglich.

Schwierige Zeiten erfordern kreative Lösungen – und genau danach wird aktuell gesucht. „Den Kopf in den Sand zu stecken und nichts zu tun, ist keine Option“, sind sich Bürgermeister Jörg Rüddenklau und Stephan Friedl, Leiter des Fachbereichs Gesellschaft, Kultur und Soziales, einig.

Mehr als 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Zusammen mit dem Gewerbeverein hatten sie daher zu einem Vereinstreffen in den Gesellschaftsraum der Stadthalle eingeladen, und die Resonanz war mehr als ermutigend. Trotzt hoher Temperaturen kamen mehr als 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um gemeinsam zu überlegen, wie man gemeinsam Veranstaltungen auf die Beine stellen kann, damit Groß-Gerau lebens- und liebenswert bleibt.

Ein wichtiges Thema des Abends war der Weihnachtsmarkt, dessen Veranstalter zuletzt die Stadt war. Hier hat sich nun der Gewerbeverein bereiterklärt, in diesem Jahr die Organisation zu übernehmen. Vorsitzender Jörg Leinekugel und Geschäftsführer Michael Schleidt aber machten eines ganz klar: Allein kann der Gewerbeverein mit seinen rund 70 Mitgliedern das nicht stemmen. „Schön wäre es, wenn wir das auf breitere Füße stellen könnten“, sagte Leinekugel.

Organisationskomitee für Weihnachtsmarkt gebildet

Der Appell verhallte nicht ungehört: Mehrere Vereinsvertreterinnen und -vertreter erklärten sich bereit, in einem Organisationskomitee mitzuarbeiten. Die Stadt wird bei der Organisation personell unterstützen. Jede Menge Details für den Markt am zweiten Adventswochenende sind zwar noch zu klären. Die gute Nachricht aber lautet, dass hohes Interesse besteht, auch 2026 einen Weihnachtsmarkt in Groß-Gerau auszurichten. In Berkach, Dornheim und Wallerstädten kümmern sich darum bereits Zusammenschlüsse von Vereinen.

Offenheit gibt es dafür, auch einmal komplett neue Wege zu gehen. Neben dem Sandböhl wurde auch das Dornberger Schloss mit dem romantischen Torbau als Kulisse für den Weihnachtsmarkt als mittelfristige Alternative ins Spiel gebracht. Auch andere Alternativen wurden erwogen. Jörg Leinekugel konnte sich für den Sandböhl zudem einen Glühweinstand an den Adventswochenenden vorstellen, um die Attraktivität der Stadt zu erhöhen.

Auch 100 Jahre „Gerauer Woche“ im Blick

Neben dem Weihnachtsmarkt ging es auch um eine Feier zu 100 Jahre „Gerauer Woche“. Im Mai 1927 hatte es in Groß-Gerau die erste Gewerbeschau gegeben, verbunden mit Ausstellungen und einem Festumzug.

Ganz so groß soll es im nächsten Jahr nicht werden, doch ist vom 21. bis 23. Mai 2027 zumindest ein Festwochenende geplant. Und bei „100 Jahre Gerauer Woche“ bleibt es nicht. Der Film- und Fotoclub Groß-Gerau wird 50, das Freibad feiert im kommenden Jahr seinen 90. Geburtstag. Sofort wurde überlegt, ob sich das verbinden und darüber hinaus nicht auch ein Fest der Vereine steigen könnte, wie es das früher schon einmal gab.

Bürgermeister Jörg Rüddenklau, Stephan Friedl und die Spitzen des Gewerbevereins zeigten sich von dem Treffen sehr angetan. Eine weitere Einladung soll schon bald folgen. „Wir haben heute einen guten Grundstein gelegt. Dass so viele Menschen bereit sind, sich über den eigenen Verein hinaus für Groß-Gerau zu engagieren, ist ein schönes Signal“, befand Jörg Rüddenklau.