Tipps für heiße Tage – viel trinken, Räume kühl halten
Die Hitzewelle in der zweiten Juni-Hälfte hat nicht nur dem Groß-Gerauer Freibad großen Zuspruch beschert, sondern viele Menschen gesundheitlich belastet. Langanhaltende extreme Hitze steht jetzt zwar nicht bevor, doch sollen die Temperaturen am Mittwoch, 29. Juli, und Donnerstag, 30. Juli 2026, wieder auf 36 bis 39 Grad im Schatten steigen.
Für den menschlichen Organismus ist die Anpassung an eine warme Umgebung eine Belastung für Herz und Kreislauf. Hitze kann zudem den Schlaf beeinträchtigen und das psychische Wohlbefinden vermindern.
Mit ein paar Tricks aber kann man die Belastung zumindest reduzieren. Groß-Geraus Klimamanagerin Priska Kramer hat deshalb einige Tipps zusammengestellt, mit denen man besser durch die heißen Tage kommen kann. „Zum Glück haben wir die Möglichkeit, durch unser eigenes Verhalten gegenzusteuern“, sagt sie.
Über den Tag verteilt genügend trinken
Wichtig ist, über den Tag verteilt genügend zu trinken – am besten Wasser, Saftschorlen oder ungesüßte Früchte- oder Kräutertees. Flüssigkeit kann dem Körper außerdem über wasserhaltige Lebensmittel (zum Beispiel Wassermelonen, Erdbeeren, Gurken, Blattsalate, Tomaten, Pilze) zugeführt werden. Alkohol sollte an heißen Tagen besser vermieden werden.
Für ältere Menschen ergeben sich höhere Risiken, da das Herz-Kreislauf-System die Wärme nicht mehr so gut zur Körperoberfläche transportieren kann. Auch die Fähigkeit zu schwitzen sowie das Durstempfinden nehmen ab. Daher sollten Angehörige nach Möglichkeit darauf achten, dass Seniorinnen und Senioren genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.
Leichte statt schwere Mahlzeiten zu sich nehmen
Was die Ernährung angeht, sollte auf schwere, kalorienreiche Mahlzeiten verzichtet werden. Durch sie wird die Wärmeproduktion des Körpers erhöht und so wiederum der Kreislauf belastet.
Schweinebraten mit Klößen oder auch ein mit Käse überbackener Nudelauflauf mit viel Sahne sind an heißen Tagen sicher nicht die beste Wahl. Besser ist es, über den Tag verteilt mehrere kleine leichte Mahlzeiten (Salate und wasserreiches Obst und Gemüse wie beispielsweise Gurken, Tomaten, Erdbeeren, Melonen) zu sich zu nehmen.
Wohnung kühl halten
Die Wohnung kühl zu halten, hilft ebenfalls. Damit das gelingt, ist es ratsam, in den Morgen- und Abendstunden ausgiebig zu lüften. Wenn möglich, sollte man auch nachts dafür sorgen, dass kühle Luft durch die Räume zirkulieren kann.
Sobald die Temperaturen am Morgen steigen, sollten die Fenster geschlossen werden, damit keine warme Luft eindringen kann. Tagsüber sollten zudem Rollläden oder Jalousien weit heruntergelassen werden. „Werden die Wohnräume dunkel gehalten, verhindert dies ein übermäßiges Aufheizen“, erklärt Kramer. Zudem sollten Elektrogeräte nicht im Stand-by-Modus bleiben, sondern ausgeschaltet werden.
Geeignete Kleidung tragen
Ratsam ist auch, leichte, luftige Kleidung zu tragen, die möglichst aus natürlichen Materialien bestehen sollte, zum Beispiel Leinen oder Baumwolle. Wer sich im Freien aufhält, sollte eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille nicht vergessen.
Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, Haut schützen
Vor allem in der Mittagszeit sollte man im Inneren von Gebäuden oder im Schatten bleiben. Aktivitäten im Freien sollten möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Starke körperliche Belastungen gilt es zu vermeiden, Kinder sollten zwischen 11 und 15 Uhr nicht im Freien spielen. Bei sehr hohen Temperaturen ist auch am Nachmittag Vorsicht geboten.
Wer draußen unterwegs ist, sollte seine Haut mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor vor zu viel UV-Strahlung durch die Sonne schützen.
„Wenn man ein paar Dinge beachtet und Gewohnheiten ändert, kann das schon helfen, durch die heißen Tage zu kommen“, sagt Klimamanagerin Priska Kramer.