Brandgefahr: Grillen auf Wiesen und im Wald verboten
Die Bilder von den verheerenden Großbränden in Frankreich, Spanien oder Griechenland beherrschen seit Wochen das Nachrichtengeschehen. Zigtausende Menschen mussten ihre Heimatorte verlassen, andere verloren all ihr Hab und Gut oder gar das Leben.
Die Waldbrandgefahr ist aber nicht nur in Südeuropa, sondern auch in Südhessen äußerst hoch. Angesichts von Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke und anhaltender Trockenheit erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Donnerstag Gefahrenstufe 5 – das ist die höchste, die es gibt. Böden, Unterholz und Totholz sind aktuell extrem ausgetrocknet und leicht entflammbar. An der DWD-Messstelle in Wallerstädten wurden im Juli 2026 gerade einmal 5,2 Millimeter Niederschlag registriert. Das langjährige Mittel im Juli liegt bei 58 Millimeter.
Fasanerie und Hegbachsee betroffen
Angesichts der hohen Waldbrandgefahr weist die Stadt Groß-Gerau darauf hin, dass offenes Feuer oder auch Grillen auf Wiesen und im Wald untersagt sind. Davon betroffen sind unter anderem die beliebten Naherholungsgebiete Fasanerie und Hegbachsee; entsprechende Hinweise werden angebracht. Der Außengrillplatz am Hegbachsee ist bereits seit Wochen gesperrt. Grillen ist nur in der Grillhütte erlaubt. Viele Besucherinnen und Besucher bringen aber auch eigene Grills mit.
Stadtpolizei wird verstärkt kontrollieren
„Ich appelliere an alle, sich umsichtig zu verhalten“, sagt Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau. „In der aktuellen Lage können wir es schnell mit einem Brand zu tun haben, der nur schwer in den Griff zu bekommen ist.“ Bei einem Appell soll es indes nicht bleiben, die Stadtpolizei wird die Einhaltung des Verbots auch verstärkt kontrollieren.
Im oder am Wald sollte aktuell auf keinen Fall geraucht werden. Zigarettenkippen sollten nicht aus dem Auto geworfen, Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Flächen abgestellt werden: Heiße Auspuffanlagen oder Katalysatoren können den trockenen Untergrund entzünden.
Auf Friedhöfen gilt ein Kerzenverbot
Auf den Friedhöfen in der Klein-Gerauer Straße, in der Waldstraße, in Berkach, Dornheim und Wallerstädten hat die Friedhofsverwaltung aufgrund der anhaltenden Trockenheit ein Verbot von offenen Grablichtern und Kerzen ausgesprochen. Die Unkrautvernichtung mittels Feuer ist ebenfalls strengstens untersagt. Auf dem Friedhof in der Klein-Gerauer Straße hatte es Ende Mai bereits gebrannt. Elektrische beziehungsweise LED-Kerzen bleiben weiterhin gestattet.
Auch wenn der Brennglas-Effekt selten ist: Flaschen und Glasscherben gehören nicht in den Wald. Die Stadt bittet zudem darum, auf den Friedhöfen auf Glasbehälter und sonstige Grabausstattung aus Glas zu verzichten.
Die Stadt Groß-Gerau dankt schon jetzt für Verständnis und Rücksichtnahme der Bürgerinnen und Bürger.