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Datum: 14.08.2026

Integrationskommission nimmt Arbeit auf

Die nach der Kommunalwahl neu gebildete Integrationskommission hat ihre Arbeit aufgenommen: Zur konstituierenden Sitzung traf sie sich jetzt im Groß-Gerauer Stadtmuseum. Die Integrationskommission hat die Aufgabe, sich für die Interessen der Einwohnerinnen und Einwohner mit nicht-deutscher Staatsbürgerschaft einzusetzen. In Groß-Gerau leben rund 6500 ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Bürgermeister Jörg Rüddenklau bezeichnete Integration als enorm wichtige Aufgabe. „Es geht um das Zusammenleben von Menschen in der Stadt. Ich freue mich deshalb, dass Sie bereit sind, in unserer Kommission mitzuarbeiten.“ Groß-Gerau sei vielfältig, Rechtsradikalismus und fremdendfeindliches Gedankengut hätten hier keinen Platz. „Das müssen wir immer wieder klarmachen.“ Es gehe darum, gemeinsam etwas für die Stadt zu tun und zu zeigen, „dass wir ein Groß-Gerau sind“.

Bürgermeister ist qua Amt Vorsitzender

Der Bürgermeister ist qua Amt Vorsitzender der Integrationskommission, der sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner sowie Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im Stadtparlament angehören. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder einstimmig Diego Parejo Pizarro. Der Spanier hatte dieses Amt bereits in der vorigen Arbeitsperiode inne.

Als sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner gehören der Kommission außerdem Nisha Menon, Serpil Tug, Oksana Krimmel, Lubna Siddhu, Chayaphat Friedrich, Samadoon Mohamed und Dawood Mubashar an. Für die Politik sind die Erste Stadträtin Susanne Theisen-Canibol (SPD) sowie die Stadtverordneten Abraham Naduvilezhath (CDU), Cristina Reinhardt (SPD), Wolfgang Zwer (Freie Wähler), Maria Richter (Grüne), Sylvia Tausend (Kombi-FWG) und Bruno Walle (Linke) dabei. Andreja Baur vom Sozial- und Integrationsbüro der Kreisstadt Groß-Gerau übernimmt die Schriftführung und begleitet die Arbeit des Gremiums inhaltlich.

Kommission will stärker nach außen wirken

Diego Parejo Pizarro zeigte sich aufgrund der Zusammensetzung der Kommission mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen zuversichtlich, dass es gelingen wird, mehr Aktivitäten zu starten. „Wir wollen stärker nach außen wirken“, kündigte er an.

Die Kommission soll die Stadt und die Kommunalpolitik bei Fragen rund um die Themen Integration und Teilhabe beraten. Zudem kann sie Magistrat und Stadtverordnetenversammlung Vorschläge unterbreiten. Die Kommission ist ein wichtiges Instrument, wenn es darum geht, Entscheidungen zum Thema Integration vorzubereiten. Einmal im Jahr soll sie über ihre Aktivitäten berichten.

Interkulturelle Wochen starten am 5. September

Das erste Treffen diente dem gegenseitigen Kennenlernen, zugleich wurden erste Ideen für Veranstaltungen und Projekte besprochen. Präsenz zeigen will die Integrationskommission auch bei den Interkulturellen Wochen, die das Evangelische Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim und die Kreisstadt vom 5. September bis 3. Oktober 2026 ausrichten. Das Eröffnungsfest auf dem Groß-Gerauer Sandböhl steigt am Samstag, 5. September, von 11 bis 16.30 Uhr.

In ihrer Zielsetzung war sich die Kommission jedenfalls einig: Gemeinsam wollen die Mitglieder dafür sorgen, dass Groß-Gerau ein lebenswerter Ort für alle bleibt.

Zu erreichen ist die Integrationskommission per E-Mail an integrationskommission@gross-gerau.de.