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Datum: 20.10.2026

Neue Zusatzkräfte für Groß-Geraus Kitas

Die Stadt Groß-Gerau gratuliert zwei neuen pädagogischen Zusatzkräften zum Abschluss ihrer Qualifizierungsmaßnahme: Gordana Ebentheuer und Petra Schmitt haben eine 600 Unterrichtseinheiten umfassende Qualifizierung mit Erfolg abgeschlossen und gehören nun dem Team der Kita „Römerkastell“ im Stadtteil Auf Esch an.

Groß-Geraus Bürgermeister Jörg Rüddenklau übergab bei einer kleinen Feierstunde die Zertifikate und äußerte die Hoffnung auf eine lange gemeinsame Zukunft. „Wir bilden aus und freuen uns, wenn die Kräfte lange bei der Stadt bleiben.“

Insgesamt sind in den 13 Groß-Gerauer Kindertagesstätten rund 25 Zusatzkräfte beschäftigt. Sie unterstützen die Erzieherinnen und Erzieher. In der Praxis spielen die Zusatzkräfte längst eine wichtige Rolle. „Wir setzen weiter auf Qualifizierungen für eine absolut sinnstiftende Tätigkeit“, sagt Isabel Lopez-Ruiz, Leiterin des Fachbereichs Kindertagesstätten bei der Kreisstadt Groß-Gerau. Anfang nächsten Jahres wird sich rund ein halbes Dutzend weiterer Kräfte der Prüfung stellen.

Abgeschlossene Berufsausbildung als Voraussetzung

Einfach so kann man nicht Zusatzkraft werden. Zu den Anforderungen gehören eine abgeschlossene dreijährige Berufsausbildung und Berufserfahrung – und natürlich die Freude an der Arbeit mit Kindern. „Ich hatte schon mit 16 den Wunsch, Erzieherin zu werden. Jetzt hat es geklappt“, freut sich die gelernte Floristin Petra Schmitt.

Gordana Ebentheuer war früher in der Gastronomie tätig. Da ihr Sohn Erzieher ist und auch sie nichts sinnstiftender findet als die Arbeit mit Kindern, bewarb sie sich und wurde genommen.

Für die Qualifizierung bei der Stadt finden beide nur lobende Worte. „Wir sind sehr gut betreut und begleitet worden“, sagt Ebentheuer. So sieht das auch Petra Schmitt. Was ihr besonders gut gefallen hat, ist die praxisnahe Ausbildung. Kita-Leitungen, Erzieherinnen und Erzieher, aber auch ehemalige Absolventinnen und Absolventen leiten die einzelnen Module an. „Das fand ich super“, erklärt Schmitt.

Enge Verzahnung von Theorie und Praxis

Auf dem Plan stehen unter anderem Themen wie pädagogische Grundhaltung, gesetzliche Rahmenbedingungen, die Gestaltung von Beziehungen und Eingewöhnungsprozessen, die Begleitung, Förderung und Dokumentation kindlicher Bildungsprozesse, die Gestaltung einer vertrauensvollen Erziehungspartnerschaft mit den Eltern und die Reflexion des eigenen Handelns.

Dabei bleibt es nicht bei der Vermittlung theoretischer Grundlagen: Beobachtungsverfahren werden beispielsweise praktisch erprobt, und die Teilnehmenden erhalten Aufgaben, die sie zwischen den Seminaren unmittelbar in ihrer eigenen pädagogischen Praxis umsetzen.

Weiterbildung orientiert sich am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan

Die Weiterbildung „Pädagogisch fit“ umfasst Grund- und Aufbaumodule und orientiert sich am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan. Die Grundmodule sind verpflichtend für Zusatzkräfte, die bislang noch keine entsprechende pädagogische Qualifizierung erworben haben. Gleichzeitig stehen die Seminare auch weiteren Mitarbeitenden aus den Kindertageseinrichtungen offen, beispielsweise Teilnehmenden im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), FOS-Praktikantinnen und -praktikanten, studentischen Aushilfen, Auszubildenden sowie hauswirtschaftlichen Mitarbeitenden.

Die Aufbaumodule greifen die in den Grundmodulen behandelten pädagogische Themen auf. Sie richten sich sowohl an pädagogische Fachkräfte als auch an bereits qualifizierte und anerkannte Zusatzkräfte und ermöglichen eine kontinuierliche fachliche Vertiefung und Weiterentwicklung.

Programm kann Weg in den Traumberuf ebnen

Für die Leitung des Programms ist bei der Stadt Groß-Gerau Manuela Schäfer zuständig. „An Pädagogisch Fit gefällt mir besonders, dass auch Menschen ohne klassischen pädagogischen Ausbildungsweg die Chance bekommen, ihre Begeisterung für die Arbeit mit Kindern zu entdecken und vielleicht sogar den Weg in ihren Traumberuf zu finden“, sagt Schäfer.

Ihr bereite es große Freude, die Inhalte des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans praxisnah zu vermitteln und gemeinsam mit den Teilnehmenden den Blick dafür zu schärfen, wie anspruchsvoll, vielseitig und wertvoll pädagogische Arbeit ist.

Wer Interesse an der Qualifizierung zu pädagogischen Zusatzkraft hat, kann sich bei Manuela Schäfer vom Fachbereich Kindertagesstätten (Telefon 06152-7164007, E-Mail manuela.schaefer@gross-gerau.de) informieren.